Ronald Patscheider
Peter Brunner
Josef Thurner

Wasserkraft im Fokus

Publiziert in 20 / 2026 - Erschienen am 3. November 2026

Mals - Die Wasserkraft und ihre Zukunft standen im Fokus der Energie- und Umwelttage Mals 2026. Zwei Tage lang – am 29. und 30. Oktober – gab es ein volles Programm für die rund 90 angemeldeten Teilnehmenden. Experten, Entscheidungsträger und Interessierte aus Südtirol, Österreich und der Schweiz kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich Wasserkraft auszutauschen. „Die Energie- und Umwelttage hier haben ja schon Tradition. Insbesondere im Vinschgau ist die Wasserkraft elementar für die Energieversorgung“, erklärte Mitorganisator Roland Patscheider, geschäftsführender Gesellschafter von Ingenieure Patscheider und Partner. Welchen Stellenwert die Wasserkraft in Südtirol hat, hob auch Landesrat Peter Brunner hervor. „Rund 90 Prozent des Stroms werden mit Wasserkraft erzeugt“, erklärte er. Damit sei Südtirol in Italien führend. Politisch und rechtlich sei es elementar, auf das Erreichen „einer bestmöglichen Autonomie bei den Wasserkraft-Konzessionen“ hinzuarbeiten, so Brunner. Detailliert berichtete er darüber, was sich in diesem Bereich derzeit tue. Allen voran gelte es aber auch zu schauen, „wie man den Stromtarif in Südtirol niedriger halten kann“. Der Malser Bürgermeister Josef Thurner erklärte in seinen Grußworten, dass Mals zwar nicht unbedingt Vorreiter in dieser Hinsicht sei, es aber durchaus gelungen sei, Projekte zur nachhaltigen Nutzung der Wasserkraft in der Gemeinde zu realisieren. „Es ist wichtig, dass man die Wasserkraft klimafit macht und auch in Zukunft nachhaltig nutzen kann“, so Thurner. Der Klimawandel stelle dabei eine große Herausforderung dar. Auf den Stellenwert der Wasserkraft in Südtirol ging auch Matthias Obrist, Geschäftsführer des Südtiroler Energieverbandes (SEV), ein.

Fachvorträge und Einblicke

Anschließend standen den ganzen Tag über verschiedene Fachvorträge auf dem Programm. Inhaltlicher Schwerpunkt der Fachtagung war die Wasserkraft als zentrale Säule der Energiewende – von technischen Innovationen über ökologische Anforderungen bis hin zu praxisnahen Lösungsansätzen. Das Programm bot eine Mischung aus fundierten Fachbeiträgen, Einblicken in die Praxis der Wasserkraftbranche und zahlreichen Gelegenheiten zum fachlichen Austausch und Networking. Zum Abschluss fand eine hochkarätige Podiumsdiskussion statt (siehe Seite 14).

Michael Andres
Michael Andres

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