Ein Teil der rund 30 Mitglieder starken Gruppe.
Engagierte Mitglieder der Zivilschutzgruppe: Gruppenleiter Stefan Öggl, Sepp Obexer, Rosmarie Muther und Elisabeth Prugger.
Zahlreiche Gäste wohnen den Feierlichkeiten beim neuen Sitz bei.
Rafael Alber
Roselinde Gunsch
Gottlieb Oberprantacher

Wenn es sein muss, sind sie da

Räumlichkeiten der Zivilschutzgruppe Prad feierlich eröffnet. 

Publiziert in 8 / 2026 - Erschienen am 21. April 2026

Prad - Freilich, dass sie häufig gebraucht werden, ist nicht zu hoffen. Aber: Wenn es sein muss, sind sie da, mit vereinten Kräften für den Zivilschutz. Die Rede ist von der Zivilschutzgruppe Prad, die mittlerweile rund 30 Personen umfasst, darunter 13 Frauen. Die Freiwilligen kommen aus dem Raum Kastelbell bis Reschen. Am Samstag, 11. April, wurden die neuen Räumlichkeiten der Gruppe in der Gewerbezone in Prad bei einer großen Feier offiziell ihrer Bestimmung übergeben und gesegnet. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der Gemeindepolitik, weiterer Zivilschutzorganisationen und Behörden – vom Weißen Kreuz über Freiwillige Feuerwehren, Bergrettung bis hin zu Ortspolizei, Carabinieri und Finanzpolizei – waren gekommen. Stefan Öggl, der Gruppenleiter der Zivilschutzgruppe Prad, blickte auf deren Entstehung zurück. Anfang 2024 ging ein erster Informationsabend in Prad über die Bühne, zahlreiche Interessierte waren vor Ort. Wenige Wochen später wurde die Zivilschutzgruppe bereits gegründet. Im April 2024 wurde der Sitz erstmals begutachtet und mit viel Eigenregie hergerichtet.

Unterstützung für Einsatzkräfte

Die Zivilschutzgruppen sind vor allem dafür da, um im Katastrophenfall die Einsatzkräfte zu unterstützen, aber auch bei Bedarf die Bevölkerung vor Ort. Essensausgaben, das Bereitstellen sauberer und trockener Einsatzkleidung etc. gehören unter anderem zu den Aufgaben. Die Zivilschutzgruppe Prad hat als Ausrüstung bereits zwei Fahrzeuge sowie eine voll ausgestattete mobile Küche. Vorgesehen sind auch zehn Wohncontainer. Schon mehrmals war die Zivilschutzgruppe Prad zuletzt gefordert. Die größten Einsätze für die neue Vinschger Gruppe waren der Waldbrand in St. Martin im Kofel in der Gemeinde Latsch im März 2025 und der Waldbrand am Montoni in Prad im April 2025. „In Latsch haben wir zusammen mit anderen Zivilschutzgruppen etwa 7.000 Essen ausgegeben und in Prad fast 10.000“, blickte Öggl zurück.

„Ort der Hilfe und der Zuversicht“

„Ich war sehr froh, dass sie sich um das alles beim Prader Brand gekümmert haben, es klappte reibungslos“, lobte der Prader Bürgermeister Rafael Alber in seinen Grußworten die Zivilschutzgruppe. Mit dieser gebe es nicht nur eine neue Organisation und eine neue Infrastruktur, „sondern einen wichtigen neuen Teil unseres Sicherheitsnetzes im Vinschgau“. Alber dankte den Bürgermeistern des Bezirks, die Miete für die Räumlichkeiten wird nämlich von allen Gemeinden getragen. „Alle waren sofort damit einverstanden“, unterstrich Alber. Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch betonte, dass die Zivilschutzgruppe ein wichtiges und sichtbares Zeichen für die Sicherheit im Vinschgau setze. „Möge dieser Ort stets ein Ort der Hilfe und der Zuversicht bleiben“, so Gunsch. Gottlieb Oberprantacher von der Landesleitung des Weißen Kreuzes lobte Stefan Öggl für seine herausragende Arbeit: „Er hat das alles in kurzer Zeit realisiert.“ Die Initiatoren hätten erkannt, dass in diesem Gebiet eine Zivilschutzgruppe fehlt, und gründeten die mittlerweile elfte Zivilschutzsektion im Weißen Kreuz. „Ein weiterer Meilenstein“, so Oberprantacher. Der Prader Pfarrer Konrad Gasser segnete schließlich die neuen Räumlichkeiten. 

Michael Andres
Michael Andres

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.