Wo bleiben Umweltgelder?

Publiziert in 20 / 2013 - Erschienen am 29. Mai 2013
Laas - In der Bilanz der Hydros, die das Kraftwerk Laas/Martell betreibt, sind sie zwar vorgesehen, doch die Gemeinden Martell, Laas und Latsch warten noch immer auf die Auszahlung der ersten Umweltgelder. Über den Umweltplan sollen in 30 Jahren insgesamt zwischen 27 und 29 Mio. Euro ausgeschüttet werden. Dem Vorschlag des Kraftwerksbeirates zum Dreijahresplan ­(Februar 2011 bis Februar 2014) stimmte der Laaser Gemeinderat am 22. Mai einhellig zu. Für diesen Zeitraum sind knapp 2,9 Mio. Euro vorgesehen. Ein Drittel davon soll auf Vorschlag der zuständigen Landesämter für Umweltmaßnahmen eingesetzt werden. Zwei Drittel fließen den Gemeinden Martell (51,5%), Laas (33,5%) und Latsch (15%) zu. Laas möchte unter anderem eine veraltete Trinkwasserleitung durch eine neue ersetzen. „Wir werden bei der Landesregierung Druck ausüben, damit die Gelder für 2011 und 2012 sofort fließen und der Rest innerhalb 2013,“ sagte BM Andreas Tappeiner. Dank zollte er dem Kammerabgeordneten und Energie-Fachmann Albrecht Plangger für die Vorarbeiten. Auf eine angemessene Beteiligung an der Produktion beharren die Anrainergemeinden nach wie vor. Hierfür wurde ein eigener Aufteilungsschlüssel vereinbart. Der Rekurs des VEK (Vinschgauer Energie­konsortium) gegen die Vergabe der „Marteller Konzession“ an die Hydros behängt noch. Abzuwarten bleibt, ob eine außergerichtliche Einigung zustande kommt. sepp
Josef Laner
Josef Laner

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