Die Yaks fühlen sich auf den Madritscher Weideflächen pudelwohl.

Yaks: Messner muss passen

Publiziert in 14 / 2026 - Erschienen am 28. Juli 2026

Sulden - Die jährliche Wanderung zu den Yaks mit Reinhold Messner musste am Freitag, 17. Juli, kurzfristig abgesagt werden. Die Bergsteigerlegende musste sich laut Informationen der Seilbahnen Sulden einem beidseitigen Leistenbruch-Eingriff unterziehen. Im Rahmen der Operation soll es zu medizinischen Komplikationen gekommen sein, weshalb sich seine Genesung etwas verzögerte. Auf ärztlichen Rat hin sollte er sich schonen und konnte nicht an der geplanten Wanderung teilnehmen. „Er bedankt sich für das Verständnis und freut sich darauf, bald wieder Termine wahrnehmen zu können“, so die Seilbahnen Sulden. Im nächsten Jahr solle die Yak-Wanderung mit Reinhold und Diane Messner wieder wie geplant stattfinden. Die Yaks selbst befinden sich seit Juni auf „Sommerfrische“ auf den Madritscher Weideflächen. Bis vor einigen Jahren fand immer ein Yak-Auftrieb mit Menschenmassen statt. Mittlerweile gibt es diesen aber nicht mehr, seit 2024 können die Tiere allein von der Suldner Talstation zu ihren Weideflächen gehen, was wesentlich stressfreier für sie ist. Im Herbst, wenn der erste Schnee kommt, gehen sie ins Tal zurück.

Seit über 40 Jahren in Sulden

Seit mittlerweile mehr als 40 Jahren hält Reinhold Messner Yaks in Sulden. Es war im Jahre 1982, als sein Bergfreund, der im Jänner des heurigen Jahres leider im Alter von 85 Jahren verstorbene Paul Hanny, die Idee hatte, die Yaks nach Sulden zu holen. Die Südtiroler Bergsteiger waren im Himalaya zahlreichen Yaks begegnet und von den Tieren begeistert. 1985 kamen die ersten Yaks, damals zwei Stiere und drei Muttertiere, schließlich in den Vinschgau. Die Herde vergrößerte sich im Laufe der Jahre, die Yaks sind seitdem nicht mehr aus dem Tal wegzudenken. Auch wenn Yaks grundsätzlich friedliebende Tiere sind, gilt es Abstand zu halten und besonders mit Hunden aufzupassen. Vor allem Muttertiere, die ihre Kälber führen, können gefährlich werden, wenn sie Gefahren wittern.

Michael Andres
Michael Andres

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