Im Bild (von links): Daniel Clemente, Ernst Müller, Kunhilde von Marsoner, Ilse Thuile, Christine Kaaserer und Maria Müller.
Überraschungsgast Musiker Sepp Messner Windschnur
Sogar Sophia Heiss, die amtierende Miss Südtirol, kam aus dem Sarntal, um Ernst Müller zu gratulieren.
Sehr viele Menschen waren zur Vernissage gekommen.
Beste Freunde unter sich (von links): Hans Staffler, Ernst Müller, Elisabeth Marx, Sophia Heiss, Maria Müller, Maria Luise Parth, Gustl Tappeiner und Annemarie Gamper.
Ernst Müllers Bilder haben eine ungeheure Leuchtkraft.
Der Hof Fallegg in Gadria
Selbstbildnis des Künstlers.

Eine Ausstellung zum Geburtstag

Ein Leben für die Kunst, die Technik und die Berge

Publiziert in 8 / 2026 - Erschienen am 21. April 2026

Schlanders - Seinen 75. Geburtstag konnte der aus Schlanders stammende Künstler Ernst Müller mit einer Jubiläumsausstellung im Kulturhaus von Schlanders feiern. Auf Einladung der Marktgemeinde Schlanders und des Kulturhauses Karl Schönherr und auf Anregung seines Jahrgangskollegen Gustl Tappeiner fand kürzlich die Vernissage im Foyer des Kulturhauses statt. Im Kreise von Familie und Freunden, einigen Künstlerkollegen und -kolleginnen wie Sigrid Trojer, Peppi Tischler und Franco Bonora sowie Vertretungen der Schlanderser Gemeinde, des Kulturhauses, der ehemaligen Landespolitik wie Martina Ladurner, Richard Theiner und Robert Kaserer, des langjährige RAI-Koordinator Rudi Gamper und vielen Menschen aus Wirtschaft und Kultur wurde die Ausstellung eröffnet, die mit über 50 Exponaten einen Querschnitt der Schaffensjahre des beliebten und bekannten Künstlers Ernst Müller zeigt.

„Wos isch Kunst?“

 Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Überraschungsgast Sepp Messner Windschnur, der in seinem ersten Lied gleich scherzhaft die Frage stellte „Wos isch Kunst?“. Es sei für das Kulturhaus von Schlanders eine große Ehre, dass der Künstler Ernst Müller zu seinem besonderen Geburtstag an seinen Geburtsort zurückgekehrt sei, um seine Werke zu zeigen, sagte Daniel Clemente, Präsident des Kulturhauses. Gruß- und Dankesworte überbrachten auch Bürgermeisterin Christine Kaaserer und Referentin Kunhilde von Marsoner. „Ernst Müllers Leben hat seinen Ausgangspunkt in Schlanders und es war stets geprägt von der Landschaft des Vinschgaus und von seiner Liebe zum Tal“, sagte die Referentin. Sie erinnerte daran, wie Ernst Müller als zehntes von elf Kindern bereits als kleiner Junge auf Vinschger Höfen fern von seiner Familie lebte und arbeitete. Daraus ist die tiefe Heimatbezogenheit entstanden, die heute noch in den Bildern des Künstlers spürbar ist.

Den Vinschgau stets im Herzen

„Müller-Bilder brauchen keine Lichterspots, um zu leuchten. Ernst, du hast mit deinen Bildern immer Furore gemacht!“, sagte Ilse Thuile bei der Einführung in die Ausstellung. „Licht- und Schattenspiele geben deinen prägnanten Ölbildern eine unverkennbare Note, sicher gesetzte Spachtelstriche sind das Markenzeichen deiner Werke“, so die Kunstexpertin. Ernst Müller trage den Vinschger Sonnenberg, die alten windschiefen Höfe, die Berge und Wegkreuze immer in seinem Herzen. „Ich bin stolz, dass mein Herz immer noch für den Vinschgau schlägt; wir Vinschger sind nicht umzubringen“, scherzte der Jubilar. Gerührt nahm er die Glückwünsche seiner Jahrgangskollegen entgegen, deren Feiern er mit seiner Anwesenheit und seinen Anekdoten stets bereichere. Auch der Maria-Namen-Sonntag sei ein Pflichttermin für Ernst Müller und seine Frau Maria, um an der Prozession teilzunehmen. Nicht unerwähnt blieb die Begeisterung des Künstlers für die Berge; sogar eine Ausstellung seiner Bilder habe er auf der Santnerspitze gemacht. „Nur mit Gott und den Vögeln!“, so Müller. Er habe es sogar in das berühmte Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Mit dem größten Modellflugzeug der Welt, einer nachgebauten Piper PA-18, die er selbst originalgetreu nachgebaut und mit einem selbst eingebauten Motorradmotor ferngesteuert zum Fliegen gebracht hat.
Ernst Müllers Werke wurden in sehr vielen Kunstausstellungen im In- und Ausland gezeigt; ein Bild hat der Künstler kürzlich sogar nach New York verkauft. Die Ausstellung in Schlanders war bis zum 19. April zugänglich. 

Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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