Im Bild (v.l.): Landeshauptmann Arno Kompatscher die Julius-Perathoner-Preisträger Justus Pegger und Philipp Tappeiner sowie Präsident Dominik Oberstaller.

Preis für Philipp Tappeiner und Justus Pegger

Publiziert in 17 / 2026 - Erschienen am 22. September 2026

Deutschnofen/Latsch - Der Südtiroler Gemeindenverband hat auch heuer wieder zum traditionellen Gemeindetag eingeladen. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung, die am 12. September in Deutschnofen stattgefunden hat, war die Verleihung des Julius-Perathoner-Preises 2026. „Mit dem Julius-Perathoner-Preis zeichnen wir wissenschaftliche Arbeiten aus, die einen Mehrwert für unsere Gemeinden haben. Die prämierte Arbeit überzeugt durch ihre fachliche Tiefe, ihre sorgfältige Recherche und ihren wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung eines bedeutenden Kapitels der Südtiroler Bau- und Kulturgeschichte“, sagte Präsident Dominik Oberstaller. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis ist nach dem Bozner Altbürgermeister Julius Perathoner benannt, der von 1895 bis zu seiner gewaltsamen Absetzung durch die Faschisten im Jahr 1922 über 27 Jahre lang mit Weitblick die Entwicklung der Landeshauptstadt geprägt hat. Seit 2018 zeichnet der Südtiroler Gemeindenverband mit diesem Preis alle zwei Jahre wissenschaftliche Arbeiten aus, deren Inhalt für die Südtiroler Gebietskörperschaften von besonderer Relevanz ist. Heuer wählte die Fachjury aus 18 hochwertigen Bewerbungen die Masterarbeit von Philipp Tappeiner und Justus Pegger von der Fakultät für Architektur der Universität Innsbruck aus. 

Die Forschungsarbeit mit dem Titel „Erich Pattis – Der heimatverbundene Architekt“ dokumentiert das Leben und Wirken des Bozner Architekten und Kulturträgers. Gleichzeitig vermittelt sie einen akribisch recherchierten, breit gefächerten Überblick über die bauliche Entwicklung Südtirols im 20. Jahrhundert, die von tiefgreifenden Umbrüchen geprägt war. Erich Pattis war bereits durch seine Herkunft und sein familiäres Umfeld eng mit der Geschichte und Tradition seines Heimatlandes verbunden. Diese Verbundenheit fand in hunderten Zeichnungen und Skizzen sowie in heimatkundlichen Beiträgen für die Zeitschrift „Der Schlern“ und andere Kulturzeitschriften Ausdruck. Als langjähriger Präsident des Südtiroler Künstlerbundes und Vizeobmann des Heimatpflegeverbandes setzte er sich für die Erhaltung des kulturellen Erbes und eine zeitgemäße Auseinandersetzung damit ein. Am nachhaltigsten zeigt sich dieses Wirken jedoch in seinen Bauten. Dank der akribischen Auswertung des Nachlasses durch Justus Pegger und Philipp Tappeiner wird das Lebenswerk von Erich Pattis erstmals in dieser Tiefe gewürdigt.

Redaktion

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.