Marlene Lobis
Das Buchcover

Zwischen Himmel und Unterwelt

Publiziert in 16 / 2026 - Erschienen am 8. September 2026

Südtirol/Vinschgau - Südtirol beherbergt den größten Bestand romanischer Fresken in ganz Europa. Diesem Kulturerbe trägt das Projekt „Alpine Straße der Romanik“ Rechnung: Die Kulturroute verbindet romanische Kunst- und Kulturdenkmäler in Südtirol mit einem Abstecher nach Graubünden (Schweiz). Die 34 zum Netzwerk zählenden Sehenswürdigkeiten sind nun in einem handlichen Erlebnis-Guide versammelt, der bei Edition Raetia erschienen ist. Die vielen enthaltenen Tipps rund um die Kulturstätten machen ihn zu einem Freizeitführer für Einheimische wie Gäste. Die Alpine Straße der Romanik führt von Burgeis und dem benachbarten Val Müstair durch das Etschtal bis in den Süden Südtirols und über das Eisacktal bis nach Innichen im Pustertal. Inmitten der vielfältigen Kulturlandschaft zeugen die sakralen und säkulären Kunstschätze und Bauten von der historischen Bedeutung der Alpenregion.

Um die vielen romanischen Kleinode bekannter zu machen, entstand 2006 das Netzwerk „Alpine Straße der Romanik – Stiegen zum Himmel“. Zu den derzeit 34 Partnerstätten gehören Denkmäler von internationalem Rang wie die Klöster Marienberg und St. Johann in Müstair, Schloss Tirol oder die Stiftskirche Innichen. Es sind aber insbesondere die unbekannteren Sehenswürdigkeiten sowie die mittelalterlichen Städte und malerischen Dörfer entlang der Route, die die Alpine Straße der Romanik zu einem einzigartigen Erlebnis machen. Zum zwanzigjährigen Jubiläum des Netzwerks ist nun der reich bebilderte, kompakte Band „Die Alpine Straße der Romanik in Südtirol. Ein Erlebnis-Guide“ erschienen (208 Seiten; Euro 22; ISBN 978-88-7283-983-6). Autorin Marlene Lobis versammelt darin alle derzeit zum Netzwerk gehörenden Sehenswürdigkeiten in kurzen Kapiteln und ergänzt sie mit Erlebnis- und Shoppingtipps sowie um gastronomische Empfehlungen in der Umgebung. So lernt man z.B., dass Schloss Kastelbell bei einer Länge von 70 Metern kaum 30 Meter breit ist und dass die Fresken von St. Jakob in Kastelaz von antiken Fabelwesen wie Kentauren und Fischmenschen wimmeln. Und um welchen Heiligen handelt es sich beim berühmten Schaukler-Fresko in St. Prokulus bei Naturns? Auch dazu gibt es Hinweise im Erlebnis-Guide.

Redaktion

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