Ärztenachwuchs: Land plant Ausbildungsbedarf bis 2029­

385 Fachärztinnen und Fachärzte sollen von 2027 bis 2029 ausgebildet werden - Landesregierung richtet die Planung gezielt am künftigen Bedarf im Südtiroler Gesundheitswesen aus

- Welche Fachärztinnen und Fachärzte wird Südtirol in einigen Jahren besonders brauchen? Darauf richtet die Landesregierung die Ausbildungsplanung für 2027 bis 2029 aus. Der am 16. Oktober auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messnerfestgelegte Bedarf umfasst insgesamt 385 auszubildende Fachärztinnen und Fachärztesowie weitere spezialisierte Gesundheitsberufe.
"Eine gute Gesundheitsversorgung braucht Weitblick. Wir bilden heute jene Fachkräfte aus, die wir morgen für die Versorgung der Menschen in Südtirol benötigen. Deshalb setzen wir dort gezielt Schwerpunkte, wo sich für die kommenden Jahre ein besonderer Bedarf abzeichnet", sagt Messner.
Mehr Ausbildungsplätze sind insbesondere für Fachrichtungen vorgesehen, in denen sich für die kommenden Jahre ein besonderer Bedarf abzeichnet: Hämatologie mit 3 Plätzen,Gynäkologie und Geburtshilfe mit 24, Kardiologie mit 6, Gastroenterologie mit 6,Pneumologie mit 9 sowie Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde mit 8 Plätzen. Zu den zahlenmäßig stärksten Fachrichtungen des neuen Plans zählen außerdem die Innere Medizin mit 30 Plätzen sowie Anästhesie und Wiederbelebung, Intensiv- und Schmerztherapie, Orthopädieund Traumatologie und Pädiatrie mit jeweils 24 Plätzen.
Die Planung entstand gemeinsam mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb. In die Berechnung flossen unter anderem die bereits laufenden Facharztausbildungen in Südtirol, im übrigen Italien und im Ausland ein. Berücksichtigt wurden außerdem erwartete Pensionierungen, freie Stellen sowie Teilzeitbeschäftigung und der Frauenanteil. Der Bedarf kann jährlich an die aktuelle Situation und an die verfügbaren Finanzmittel angepasst werden.
Der Beschluss legt zudem den Ausbildungsbedarf für weitere Gesundheitsberufe fest: Vorgesehen ist, 20 Tierärztinnen und Tierärzte, acht Zahnärztinnen und Zahnärzte, vier Apothekerinnen und Apotheker, drei Biologinnen und Biologen, zwei Physikerinnen undPhysiker sowie zehn Psychologinnen und Psychologen in den kommenden drei Jahren auszubilden.

LPA/san

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