Arbeitslandesrätin Amhof zum Equal Pension Day: „Rentengefälle ist Spiegelbild der Gesellschaft“

Anlässlich des Equal Pension Days verweist Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof auf die Bedeutung von Eigenvorsorge und strukturellen Veränderungen als Maßnahmen gegen die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern.

- Frauen sind im Alter wirtschaftlich deutlich schlechter abgesichert als Männer - darauf weist der Aktionstag „Equal Pension Day“ hin. „Dieses Rentengefälle bildet strukturelle Ungleichheiten ab, die sich durch das ganze Erwerbsleben durchziehen“, betont Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof.

Teilzeit und Sorgearbeit als Hauptursachen

Die Ursachen für den „Gender Pension Gap“ sind primär in der ungleichen Verteilung von unbezahlter Familien- und Pflegearbeit zu finden. Diese führt bei Frauen häufiger zu Erwerbsunterbrechungen oder reduzierten Arbeitszeiten.  Dass Teilzeit weiterhin weiblich ist, belegen auch jüngste Daten zu den Arbeitszeiten in der Euregio: Demnach ist die Hälfte der erwerbstätigen Frauen in Südtirol und Tirol nicht vollzeitbeschäftigt. Mehr als jede vierte Teilzeitkraft in der Europaregion strebt ein höheres Arbeitsausmaß als derzeit an.

Beschäftigungspotenzial ausschöpfen

Die Förderung der Frauenbeschäftigung ist daher ein zentraler Schwerpunkt der Arbeitsmarktstrategie des Landes. „Die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt ist in Südtirol höher als in anderen italienischen Regionen, liegt aber deutlich unter dem des Nachbarlandes Tirol – hier wollen wir aufholen. Gerade der Wiedereinstieg nach einer Mutterschaft verzögert sich oft mangels flexibler Arbeitszeitmodelle“, berichtet die Landesrätin.

Gerechte Vorsorge als Gemeinschaftsaufgabe

Um die Lohn- und Rentenschere dauerhaft zu schließen, sieht Amhof die Verantwortung auf mehreren Seiten: „Frauen müssen aktiv für das Alter Vorsorgen und Möglichkeiten der Zusatzvorsorge nutzen. Zugleich ist jeder Arbeitgeber gefordert, flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle zu etablieren. Nicht zuletzt geht es auch darum, Sorgearbeit für Kinder und Angehörige partnerschaftlich aufgeteilt wird. Für die Landesrätin besteht das übergeordnete Ziel in der Schaffung von Rahmenbedingungen, die Frauen ein ungebrochenes und existenzsicherndes Erwerbsleben von der Ausbildung bis zum Renteneintritt ermöglichen.

„Nur wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an einem Strang ziehen, schließen wir die Lohn- und Rentenschere dauerhaft und garantieren Frauen die finanzielle Unabhängigkeit, die sie verdienen“, schließt Amhof.

Autonome Provinz Bozen

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