Bienen fördern heißt Landwirtschaft stärken

Landesregierung genehmigt auf Vorschlag von Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher Richtlinien für Gewährung von Beihilfen im Bienenzuchtsektor

- In Südtirol gibt es 39.542 und in ganz Italien 1,5 Millionen gemeldete Bienenvölker: Entsprechend diesem Anteil wurden Südtirol Finanzmittel von fast 370.000 Euro für das Jahresprogramm 2026-2027 zugewiesen. Die öffentliche Beihilfe wird zu 30 Prozent über die EU und zu 70 Prozent über den Staat gedeckt, sodass das Programm keine Belastung des Landeshaushalts mit sich bringt. Auf Vorschlag vonLandwirtschaftslandesrat Luis Walcher hat die Landesregierung in ihrer Sitzung vom 10. Juli die Richtlinien für die Gewährung von Beihilfen im Bienenzuchtsektor im Sinne der EU-Verordnung genehmigt. Der Beschluss regelt die Vergaberichtlinien dieser Fördermittel inSüdtirol sowie die Termine für die Vorlage und Bearbeitung der Beihilfegesuche. Bienen sind für das Ökosystem unverzichtbar, da sie Hauptbestäuber allerlandwirtschaftlichen Nutzpflanzen sind. Die Imkerei unterstützt diese Bestäubungsleistung, fördert die biologische Vielfalt und sichert die Nahrungsmittelproduktion durch gesundeBienenvölker.

Das Jahresprogramm sieht zum Großteil Förderungen für die Tätigkeit von Imkerverbänden sowie auch Investitionsförderungen für Imkerinnen und Imker vor, etwa die Aus- und Weiterbildung der Imker und Imkerinnen, Seminare und Fachtagungen, die technische Assistenz, den Ankauf von Bienenmaterial für Belegstellen, Informations- und Absatzfördermaßnahmen, den Ankauf von Imkergeräten sowie Geräten für die Wanderimkerei, den Ankauf von sanitären Hilfsmitteln für die Bekämpfung der Varroa-Milbe, die die Bienenbrut schädigt. 

"Ich danke den vielen fleißigen Imkerinnen und Imkern, die eine Aufgabe von grundlegender Bedeutung erfüllen", unterstreicht Landwirtschaftslandesrat Walcher: "Die Imkerei leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Biodiversität in Südtirol, da Bienen durch ihre Bestäubungsleistung die Vermehrung von Wildpflanzen und Kulturpflanzen sichern. Die Imkerei ist eng mit der lokalen Landwirtschaft verzahnt."

Das Förderprogramm der EU für Maßnahmen zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen für Bienenzuchterzeugnisse gibt es seit dem Jahr 1998; es wurde aufgrund der Bedeutung der Bienenzucht und nicht zuletzt aufgrund der Ausbreitung derVarroa und der damit bedingten Bienenvölkerverluste ins Leben gerufen. Für die Umsetzung des Jahresprogramms 2026-2027 mit Laufzeit vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2027 stehen dem Mitgliedsstaat Italien insgesamt 17,2 Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden 2,5 Millionen Euro vom Landwirtschaftsministerium für gesamtstaatliche Projekte beansprucht. Der restliche Betrag von 14,7 Millionen Euro wird nach dem Schlüssel der Bienenvölkerzahlen unter den Regionen und autonomen Provinzen aufgeteilt.

LPA/mac

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