Bozner Gericht: Gebäude sichern und Betrieb der Justizämter fortsetzen
Nach Teileinsturz am Gerichtsgebäude in Bozen gehen Arbeiten weiter – Land sucht Ersatzgebäude für Justizämter – Angebote bis 21. Juli möglich
- Im Morgengrauen des 16. Juli ist der Mitteltrakt des Gerichtsgebäudes in Bozen eingestürzt, seither laufen die Arbeiten, um das Gebäude und die Umgebung zu sichern (LPA hat berichtet). Das Land Südtirol als Eigentümer des Gebäudes hat sofort Maßnahmen ergriffen, um das Gerichtsgebäude zu erhalten und gleichzeitig den Betrieb derJustizämter aufrechtzuerhalten.
"Am Freitag und Samstag haben wir uns darauf konzentriert, den betroffenen Bereich zu sichern. Es ging darum, das Risiko weiterer Einstürze einzudämmen", betont Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi. "Kurzfristig werden wir jetzt Computer und andere notwendige Arbeitsgeräte aus dem Gebäude bergen. So können die betroffenen Ämter ihreTätigkeit an Ersatzstandorten wieder aufnehmen und ihre Arbeit fortsetzen", sagte Bianchi am 20. Juli nach einer technischen Besprechung vor Ort.
Zwei Ziele: Das Gebäude sichern und den Verwaltungsbetrieb fortführen"Unser Einsatz verfolgt zwei Ziele: Zum einen die technischen Arbeiten auf der Baustelle abzuwickeln und zum anderen sicherzustellen, dass die Verwaltungstätigkeit weitergeführt werden kann." Nur wenige Stunden nach dem Einsturz hatte das Land eine Bekanntmachung veröffentlicht, um geeignete Räume für die Justizämter zu finden. Angebote für ein Gebäude, welches das Land anmieten und für die Justizämter nutzen kann, können noch bis Dienstag, 21. Juli, eingereicht werden." Am 22. Juli werden wir uns mit der Gerichtspräsidentin und der Führungsspitze des Gerichts treffen. Gemeinsam legen wir fest, welche Räumlichkeiten genutzt werden. Danach werden wir sie sofort mit Möbeln, technischen Anschlüssen und allem ausstatten, was für den Betrieb notwendig ist", sagte Bianchi. Der Landesrat unterstrich dabei, wie wichtig es sei, die Verwaltungstätigkeit der Justizämter ohne Unterbrechung fortzuführen. Parallel dazu werde als nächster Schritt die Fassade und die Säulenfront des Gerichtsgebäudes mit Stützkonstruktionen gesichert. Damit soll verhindert werden, dass weitere Teile des Gebäudes beschädigt werden.
Audio- und Videodateien zum Herunterladen:Presspoint am Gerichtsplatz:
https://we.tl/t-dWc9JNEQm2ntVmgy
Interview Landesrat Bianchi (IT):
https://we.tl/t-OZiZRLUrTvPBVcpP
Interview Ressortdirektor Bedin:
https://we.tl/t-fT9O96QJfKwPdTUx
LPA/gm/san