Gesundheitsbetrieb: Positive Personalentwicklung
Personalzuwachs bei Ärzten und Pflegepersonal im Gesundheitsbetrieb – Im März 2026 so viele Beschäftigte wie nie zuvor – Landesrat Hubert Messner überzeugt von der positiven Entwicklung
- Die Zahl der Beschäftigten im Südtiroler Sanitätsbetrieb ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Entscheidend für die Bewertung der Personalsituation ist dabei laut Gesundheitsressort nicht allein die Zahl der Abgänge, sondern das Verhältnis zwischen neu aufgenommenem und ausgeschiedenem Personal. Dieses zeigt sowohl bei den Ärzten als auch beim Pflegepersonal über die vergangenen drei Jahre hinweg einendurchwegs positiven Saldo.
2023 wurden im Sanitätsbetrieb 170 Ärztinnen und Ärzte aufgenommen, während 119 den Dienst verließen. Daraus ergibt sich ein positiver Saldo von 51 Ärzten. Beim anderen Gesundheitspersonal standen 454 Aufnahmen 322 Abgängen gegenüber, also ein Plus von 132 Personen. Auch im Jahr 2024 war der Saldo beim ärztlichen Personal positiv: 169 neu aufgenommene Ärzte gegenüber 153 Abgängen (+16). Während 2024 beim Pflege- und technischen Personal noch ein leichter Rückgang (-16) zu verzeichnen war, wurde dieser 2025wieder mehr als kompensiert: Dort kamen beim nicht-ärztlichen Gesundheitspersonal 302 Aufnahmen auf 267 Abgänge, was einem Positivsaldo von 35 entspricht. Schließlich konnte auch bei den Arztberufen im Jahr 2025 eine positive Entwicklung (+41) festgestellt werden (189 Aufnahmen bei 148 Abgängen).
"Für uns zählt nicht nur, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Betrieb verlassen, sondern vor allem, wie sich der gesamte Personalbestand entwickelt. Entscheidend ist der Saldo zwischen Zugängen und Abgängen – und dieser ist bei den Gesundheitsberufen seit 2023 positiv", stellt Gesundheitslandesrat Hubert Messner klar. "Wir beobachten diePersonalbewegungen sehr genau und analysieren die Gründe für Abgänge. Dabei sehen wir zum Beispiel auch, dass die freiwilligen Kündigungen über die Jahre stabil geblieben sind", sagt Messner.
Dass der Personalstand des Sanitätsbetriebs heute auf einem Höchststand liegt, zeigt auch deraktuelle Stand: Im März 2026 waren 1.602 Ärztinnen und Ärzte sowie 6.144 Pflegekräfte(Köpfe) im Sanitätsbetrieb beschäftigt – so viele wie noch nie zuvor. Ein hoher Personalstand bringt dabei naturgemäß auch eine gewisse Zahl an Personalbewegungen mit sich. "Wenn ein Betrieb wächst und heute deutlich mehr Menschen beschäftigt als früher, gibt es auch mehr Bewegungen innerhalb des Personalbestands. Das allein ist noch kein Beleg für einen, auch letzthin kolportierten Personalabbau, sondern muss im Zusammenhang mit den Neueinstellungen und dem tatsächlichen Personalstand gesehen werden", erklärt Messner.
Ein wichtiger Schwerpunkt der vergangenen Jahre war deshalb laut Landesrat die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Mit den zuletzt abgeschlossenenLandeskollektivverträgen wurden für das Pflegepersonal unter anderem die Arbeitszeit bei gleichbleibendem Gehalt von 38 auf 36 Wochenstunden verringert sowie verschiedene Zulagen erhöht oder neu eingeführt. Für das ärztliche Personal wurden ebenfalls neue beziehungsweise erhöhte Zulagen vorgesehen, darunter die Erste-Hilfe-Zulage. "Allein für diese beiden Verträge stellt das Land rund 50 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich bereit und wir konnten damit das Lohnniveau unserer Gesundheitsberufe nun an jenes des benachbarten österreichischen Auslandes angleichen", sagt Gesundheitslandesrat Messner.
"Gute Arbeitsbedingungen sind ein wesentlicher Faktor dafür, dass wir Personal gewinnen und halten können", erklärt Messner. "Personalpolitik im Gesundheitswesen bedeutet für mich nicht nur, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, sondern auch dafür zu sorgen, dass sie gerne und dauerhaft im Südtiroler Sanitätsbetrieb arbeiten", unterstreicht der Landesrat. Dabei stehe Südtirol vor besonderen Herausforderungen. Zum allgemeinen Wettbewerb um Fachkräfte kämen Faktoren wie die Zweisprachigkeitsanforderungen und der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt hinzu. Gerade deshalb müsse die Attraktivität des Landesgesundheitsdienstes laufend weiterentwickelt werden, so Messner. "Wir können und wollen uns mit positiven Personalsalden nicht zurücklehnen. Die Sicherung und Weiterentwicklung des Personals bleibt eine der zentralen Aufgaben für die Zukunft unseres Gesundheitswesens", betont der Landesrat.
LPA/red/san