Gesundheitskompetenz schützt vor Fehlinformationen

Informationen zu Gesundheit sind im Web überall verfügbar - Umso wichtiger ist es laut Gesundheitsressort, verlässliche Quellen zu erkennen, um Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen

- Ein Klick genügt, und schon erscheinen online unzählige Ratschläge zuErnährung, Medikamenten oder vermeintlichen Wundermitteln. Noch nie war es so einfach, an Gesundheitsinformationen zu gelangen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, verlässliche Inhalte von Werbung, Halbwahrheiten oder Falschinformationen zu unterscheiden. Genau hier setzt Gesundheitskompetenz an, unterstreicht das Gesundheitsressort.
Für Gesundheitslandesrat Hubert Messner ist Gesundheitskompetenz für Jede und Jeden zentral: "Gesundheitskompetenz bedeutet, gute Entscheidungen für die eigene Gesundheit treffen zu können. Gerade weil uns täglich immer mehr Informationen erreichen, müssen wir wissen, welchen Quellen wir vertrauen können und wann es professionelle Beratungbraucht. Gesundheitskompetenz ist deshalb ein zentraler Baustein in der Pflege der eigenen Gesundheit und damit auch in der Prävention."
Gesundheitskompetenz bedeutet, mit Gesundheitsinformationen und Angeboten sicher umgehen zu können. Dazu gehört laut Gesundheitsressort, Informationen zu finden, zu verstehen und deren Qualität richtig einzuschätzen. Besonders im Internet und in sozialen Medien sollten Informationen kritisch geprüft werden. Eine einfache Orientierung bieten einige grundlegende Fragen: Wer verbreitet die Information? Stammt sie aus einer seriösen und aktuellen Quelle? Gibt es wissenschaftliche Belege dafür? Möchte möglicherweise jemand damit Geld verdienen? Einzelne Erfahrungsberichte, Beiträge auf Social Media oder Kurzvideos können interessante Anregungen liefern, ersetzen aber keine medizinische Beratung.
"Nicht jeder Tipp im Internet ist automatisch eine Gesundheitsinformation. Wer bei Gesundheitsthemen auf verlässliche Quellen setzt und Fachleute einbezieht, schützt sich vor Fehlentscheidungen", betont Landesrat Messner. Gerade bei Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln oder vermeintlichen Wundermitteln sei Vorsicht geboten, so der Landesrat.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Gesundheitskompetenz als einen wichtigen Faktor für Gesundheitsförderung und Prävention. Wer Gesundheitsinformationen richtig einordnet, kann Empfehlungen zu Bewegung, Ernährung oder Impfungen besser verstehen, Vorsorgeangebote nutzen, Warnzeichen von Erkrankungen frühzeitig erkennen und weiß, wann ein Arztbesuch notwendig oder wie man mit Medikamenten nutzt. Nicht jeder solle zum Gesundheitsexperten werden. Es gelte aber, informierte Entscheidungen zutreffen, so das Gesundheitsressort.

LPA/san

Zum Newsarchiv
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.