Jahreshauptversammlung 2026: Berg- und Skiführer ziehen Bilanz
Bei der Vollversammlung von Landesberufskammer und Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer am Montag, den 27. April in Terlan, konnte wieder auf gute Arbeit zurückgeblickt werden. Insgesamt wurde eine sehr positive Bilanz gezogen.
- Weniger positiv fiel der Rückblick auf den vergangenen Winter in den Bergen aus. „Ein schwieriger Winter liegt hinter uns, weitere werden wohl folgen“, dieses nüchterne Fazit hat der Präsident der Bergführer Thomas Zelger bei der Vollversammlung des Verbandes der Berg- und Skiführer gezogen„Die Alpen haben einen weiteren, schneearmen aber leider sehr unfallreichen Winter erleben müssen“, so der Präsident. Unter den vielen Opfern sind leider auch zwei Südtiroler Bergführer, die ihr Leben in den heimischen Bergen verloren haben.
Es wurde betont, dass jedes Opfer eines zu viel und jedes Unglück anders gelagert sei. Zurück blieben immer schmerzhafte Lücken und viele Fragen., auf die es nicht immer eine Antwort geben kann. Pauschale Verurteilungen aber seien fehl am Platz, die totale Sicherheit gäbe es im Leben nicht und schon gar nicht in der Natur, denn diese sei nicht berechenbar, so Zelger in seiner Rede.„Es gibt jedoch ein Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung und es ist Freiheit und Ausgleich, die die Menschen in den Bergen suchen, nicht das Unglück“, betonte Präsident Zelger während der Verbandssitzung der Bergführer. Generell werden die Arbeitsbedingungen für Bergführer schwieriger. Grund dafür sind unter anderem, unvorhersehbare Wetterkapriolen, schmelzende Gletscher und bröckelnde Berge.
Bei der anschließenden Sitzung der Landesberufskammer gesellten sich dann auch die Südtiroler Wanderleiter und Wanderleiterinnen zu den Bergführern hinzu. Diese sind bekanntlich seit 2018 in einem Sonderverzeichnis in die Berufskammer der Bergführer eingetragen. Mittlerweile sind neben den über 200 Bergführern und Bergführerinnen (sechs an der Zahl), über 500 Wanderleiter und Wanderleiterinnen in die Landesberufskammer der Bergführer eingetragen. Die Berufskammer führt und kontrolliert die Berufsalben, hält Fortbildungen ab und, ganz wichtig, sie organisiert im Namen des Landes Südtirol die Ausbildung der zukünftigen Bergführer.
Im Mai wird wieder ein neuer zweijähriger Ausbildungszyklus starten und das erfreulicherweise mit zahlreicher Beteiligung. Der Beruf des Bergführers ist also nach wie vor gefragt und die nahe Zukunft der Berufsgruppe scheint vorerst gesichert.
Für weitere Informationen
Landesberufskammer der Berg- und Skiführer
Tel. 0471 976 357
E-Mail: info@bergfuehrer-suedtirol.it