Mehr Unabhängigkeit wagen: Erdüberlastungstag zeigt den Weg in eine sichere Zukunft

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz ruft am globalen Erdüberlastungstag dazu auf, Ressourcen bewusster zu nutzen. Weniger Abhängigkeit von fossilen Energien und übermäßigem Verbrauch schafft mehr Sicherheit, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit.

- Der Erdüberlastungstag, heuer am 30. Juli, erinnert daran, dass die Menschheit die natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann, bereits aufgebraucht hat. Ab diesem Zeitpunkt lebt die Weltgemeinschaft auf Kosten der Zukunft. Für den Dachverband ist dieser Tag nicht nur eine Warnung, sondern auch eine Chance. Der Weg zu mehr Sicherheit führt nicht über immer mehr Konsum, sondern über einen verantwortungsvollen Umgang mit dem, was bereits vorhanden ist.
„Unabhängigkeit entsteht nicht dadurch, dass wir immer mehr besitzen, sondern dadurch, dass wir weniger abhängig sind. Energieeffiziente Gebäude, erneuerbare Energien, regionale Lebensmittel und eine gute Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr machen unser Leben sicherer und stärken unsere Gesellschaft“, betont Elisabeth Ladinser, Vorsitzende des Dachverbands für Natur- und Umweltschutz. 
Diese Erkenntnis gilt auch für Südtirol. Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Sanierung des Gebäudebestands, Energiegemeinschaften, nachhaltige Mobilität sowie der Schutz von Wasser, Böden und Biodiversität sind zentrale Bausteine für eine zukunftsfähige Entwicklung. Besonders der hohe Flächenverbrauch für immer neue Straßen- und Bauprojekte ist dabei kritisch zu hinterfragen. Der Erdüberlastungstag zeigt die Dringlichkeit des Handelns. Seit Beginn der globalen ökologischen Übernutzung in den 1970er-Jahren wächst die Belastung der Erde kontinuierlich. Klimakrise, Artenverlust und zunehmender Druck auf natürliche Lebensräume sind direkte Folgen dieses nicht nachhaltigen Umgangs mit unseren Lebensgrundlagen.
Doch weltweit und auch in Südtirol gibt es zahlreiche Projekte, die zeigen, dass Veränderung möglich ist. Wie zum Beispiel das „Refill“-Projekt, ein seit Jahren vom Dachverband betreutes Projekt zur Plastikvermeidung. Weitere Beispiele für ähnliche Projekte findet man unter www.klimaland.bz.
„Wir brauchen nicht immer mehr, sondern müssen lernen, das Vorhandene besser zu nutzen. Ein gutes Leben entsteht nicht durch maximalen Verbrauch, sondern durch Sicherheit, Gemeinschaft und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen“, so Roland Plank, Sachverständiger für Klimaschutz beim Dachverband.
Der Erdüberlastungstag ist daher ein Auftrag an Politik und Gesellschaft.
Zukunftsfähigkeit bedeutet, heute die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit auch kommende Generationen den Reichtum unserer Landschaft und unserer Gesellschaft erleben können.

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