Südtirol Pass free: Tausende weitere Zivilinvaliden können künftig kostenlos den ÖPNV nutzen

Südtirol Pass free: Tausende weitere Zivilinvaliden können künftig kostenlos den ÖPNV nutzen

Der Einsatz von Alex Ploner (Team K) für die Belange von Menschen mit Behinderung trägt erneut Früchte: Der Südtiroler Landtag hat mit großer Mehrheit einen Antrag des Team-K angenommen, der den Zugang zum kostenlosen öffentlichen Nahverkehr deutlich erweitert. Künftig haben bereits Menschen mit einer anerkannten Zivilinvalidität ab 67 Prozent, statt bisher 74 Prozent, Anspruch auf den Südtirol Pass free.

- In Südtirol leben über 48.000 Zivilinvalidinnen und Zivilinvaliden. Mit der beschlossenen Absenkung der Zugangsschwelle können künftig tausende weitere Betroffene die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Damit rückt die tatsächliche Lebenssituation von Menschen mit Behinderung stärker in den Mittelpunkt.
„Schon ab einer Invalidität von 67 Prozent leben viele Menschen mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen. Sie müssen regelmäßig Therapien in Anspruch nehmen, verfügen oft über eine eingeschränkte Selbstständigkeit und sind besonders auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Deshalb freut mich die breite Zustimmung des Landtages zu diesem Vorschlag“, erklärt Alex Ploner.
Aus medizinisch-rechtlicher Sicht markiert die Schwelle von 67 Prozent einen Bereich, in dem zahlreiche Krankheitsbilder und Behinderungen mit spürbaren Auswirkungen auf den Alltag verbunden sind. Die bisherige Regelung schloss viele Betroffene von einer wichtigen Mobilitätserleichterung aus.
Alex Ploner weist jedoch darauf hin, dass nicht alle seine Anliegen umgesetzt wurden: „Als Kompromiss habe ich die Forderung zurückgenommen, dass auch Begleitpersonen von Zivilinvaliden den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen können. Dieses Anliegen bleibt für mich aber wichtig und ich werde es zu einem späteren Zeitpunkt erneut in den Landtag einbringen.“
Für die Betroffenen bedeutet die neue Regelung weit mehr als eine finanzielle Entlastung. Sie erleichtert den Zugang zu Gesundheitsdiensten, Arbeitsplätzen, Ausbildungseinrichtungen und zum gesellschaftlichen Leben insgesamt.
„Heute ist ein wichtiger Schritt hin zu einem gerechteren und inklusiveren System gelungen. Für viele Betroffene und ihre Familien bedeutet dieser Beschluss mehr Mobilität, mehr Selbstständigkeit und mehr Teilhabe. Gleichzeitig dürfen wir uns nicht zufriedengeben: Ein kostenloses Ticket allein schafft noch keine Barrierefreiheit. Deshalb werde ich weiterhin Druck machen, damit Barrieren abgebaut, Inklusion gestärkt und die tatsächlichen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung konsequent berücksichtigt werden. Es gibt noch viel zu tun“, betont Alex Ploner abschließend.

Team K

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