Wie die Luft in den Gemeinden verbessert werden kann

Wichtige Rolle der Gemeinden für die Sensibilisierung der Bevölkerung und die urbanistische Planung im Bereich nachhaltige Mobilität

- Gemeinden können eine Vielzahl an Maßnahmen ergreifen, um dieLuftqualität zu verbessern. Dies war ein wichtiges Thema beim Technischen Tisch zur Luftqualität am 5. März in Bozen, bei dem die Luftqualitätsdaten 2025 präsentiert wurden (LPA hat berichtet). „Die Gemeinden spielen eine zentrale Rolle in den Bereichen Heizen und Verkehr. Die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Verbesserung der Luftqualität ist dabei ebenso wichtig wie die urbanistische Planung der Gemeinden“, betonte der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Raumentwicklung und Energie Peter Brunner vor den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden Bozen, Leifers und Meran, der Brennerautobahn und der Wirtschafts- und Umweltverbände. Über mögliche konkrete Verbesserungsmaßnahmen berichtete Georg Pichler, Direktor desLandesamtes für Luft und Lärm. „Durch sichere Fahrradspuren, Busspuren und eine Verdichtung des Netzes öffentlicher Ladestationen für Elektroautos können vor allem größere Gemeinden viel im Bereich nachhaltige Mobilität unternehmen. Die Erneuerung desFuhrparks trägt zwar auch zur Verbesserung der Luftqualität bei, wird aber höchstwahrscheinlich nicht ausreichen, um die künftigen Luftgrenzwerte einzuhalten“, betont der Amtsdirektor. Daher müssten neben der Verbesserung des Verkehrs auch andere Strategien verfolgt werden, wie etwa Maßnahmen zur Vermeidung und Verlagerung des Verkehrs. „Der umweltfreundlichste Verkehr ist der Verkehr, den es gar nicht gibt. Verkehr, der sich nicht vermeiden lässt, sollte möglichst auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verlagert werden – vor allem auf Bus und Bahn, aber auch auf das Fahrrad und die eigenen Beine.“ Diskutiert wurde auch über die Möglichkeit, im öffentlichen Nahverkehr Fahrzeuge mit niedrigen oder null Emissionen in besonders stark befahrenen und belasteten Straßen einzusetzen, um die Luftqualität zu verbessern. Als Best-Practice-Beispiele nannte Amtsdirektor Pichler den „Urban Pass“ in Bozen als einfache und relativ kostengünstige Maßnahme, um den Stadtkern vom Verkehr zu entlasten und die Luftqualität zu verbessern. Auch das BrennerLEC-Projekt, das die dynamische Geschwindigkeitsregulierung auf der Brennerautobahn von Brenner bis Rovereto vorsieht und bis Verona ausgeweitet werden soll, trage Früchte. „Es vermindert messbar die Staubildung bzw. das ‘Stop and Go‘ und verbessert die Luftqualität und die Sicherheit“, betonte Pichler.

LPA/mpi

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