Der Startschuss erfolgte im Dorfzentrum.
War nicht zu schlagen: Armin Gögele
Startete das Rennen: Gemeindereferent Manuel Platzgummer
Marco De Salvador, Ludwig Andres, Thomas Steck und Alex Erhard (v.l.).
Werner Kiem (Zweiter von rechts) und zahlreiche Freiwillige sorgten für gutes Gelingen.
Heidi Pfeifer, Toni Steiner und die siegreiche Anna Lena Hofer

Burggräfler Jubel ...

... am Vinschger Sonnenberg. Gögele und Hofer gewinnen Berglauf.

Publiziert in 20 / 2026 - Erschienen am 3. November 2026

Latsch/St. Martin - Er hat Tradition, der Berglauf von Latsch nach St. Martin im Kofel: Am Sonntag, 25. Oktober, stand dieser erneut auf dem Programm. 6,2 Kilometer und rund 1.200 Höhenmeter galt es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu bewältigen. Der Startschuss erfolgte um 9:45 Uhr im Dorfzentrum von Latsch, bei besten Wetterbedingungen und strahlendem Sonnenschein machten sich die etwa 50 Herren und zehn Damen auf den Weg in Richtung Vinschger Sonnenberg. 

Gögele siegt 

Den Sieg sicherte sich diesmal der Vöraner Armin Gögele. Der 45-Jährige, der für den SC Meran startet und als einer der großen Favoriten ins Rennen gegangen war, gab sich keine Blöße und siegte mit einer starken Zeit von 48.48,8 Minuten. Damit war er 51,7 Sekunden schneller als der Mitfavorit aus Bozen, Marco De Salvador. Für Gögele, der sich im vorigen Jahr mit einer Zeit von 51.00 Minuten noch mit dem zweiten Platz hinter dem Nonstaler Skibergsteiger Valentino Bacca geschlagen geben musste, war es der erste Sieg bei diesem Berglauf. Auf das Podest schaffte es auch Thomas Steck vom Rennerclub Vinschgau. Der 26-Jährige aus Planeil erreichte in 50.26,9 Minuten das Ziel und war damit im „Gemeindeduell“ knapp schneller als der Malser Alex Erhard (50.41,2) vom Tourenteam Vinschgau. Auf Rang fünf folgte Ludwig Andres (50.58,5 Min./Rennerclub Vinschgau), auf dem sechsten Platz Alex Wallnöfer (51.58,3/ ASC Laas), auf Rang sieben Anton Steiner (54.30,5/ASC Laas). Mit dem Matscher Urgestein Ossi Weissenhorn (TT Vinschgau) auf Platz neun (55.19) schaffte es ein weiterer Vinschger in die begehrten Top 10. Ohnehin war es diesmal ein hochklassiges Rennen, schließlich haben insgesamt 25 Teilnehmende die magische Marke von einer Stunde unterboten – im vorigen Jahr waren es noch 17. Den Streckenrekord hält übrigens weiterhin klar der Stilfser Thomas Niederegger, der 2014 in 43 Minuten und 14 Sekunden siegte. 

Hofer vor Pfeifer 

Unter der Ein-Stunden-Grenze befand sich auch Damensiegerin Anna Lena Hofer, die insgesamt sogar die 15.-Schnellste war. Die Topfavoritin aus Dorf Tirol, die für das Team Lauboutique startet, bewältigte die Strecke in 57.28,8 Minuten und verwies die Naturnserin Heidi Pfeifer (1:01.07) auf den zweiten Platz. Sabrina Kiem vom SC Meran komplettierte das Podest in 1:06.35 Stunden. Der Streckenrekord bei den Damen liegt weiterhin bei 55.22 Minuten, aufgestellt von Petra Pircher aus Laas im Jahr 2017. 

Für einen reibungslosen Ablauf des prestigeträchtigen und historischen Berglaufs sorgte einmal mehr der ASV Latsch Raiffeisen um Präsident Werner Kiem und seinem Team sowie zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer. Der Berglauf ist einer der traditionsreichsten weitum, Berichten zufolge soll bereits in den 1950er Jahren ein solcher Lauf stattgefunden haben. Die früheste Wertungsliste stammt aus dem Jahre 1961; damals gab es jedoch noch eine ganz andere Streckenführung, die Höhenmeter hinauf nach St. Martin im Kofel galt es aber freilich damals wie heute zu bewältigen. Lange Zeit pausierte der Lauf, 1991 wurde er durch den ASV Latsch wieder ins Leben gerufen und fand seitdem bis auf die Coronavirus-Jahre regelmäßig statt.

Michael Andres
Michael Andres

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