Die befreundeten Fans aus Ingolstadt und Zürich präsentierten beim Auftaktspiel gemeinsam eine beeindruckende Choreografie.
(v.l.): Die AHC-Vinschgau-Vorstandsmitglieder David Gorfer, Vize-Präsidentin Magdalena Tappeiner, Roland Pircher und Tourismusvereins-Geschäftsführer David Stocker .
Die Puschtra (in schwarz-gelb) entschieden ein umkämpftes Spiel gegen Ingolstadt für sich.
Sämtliche Spiele waren ausverkauft, insbesondere die Fans aus Ingolstadt und Zürich (im Bild beim Spiel gegen Straubing) sorgten für eine Atmosphäre.
Straubing (in blau) bezwang auch den ZSC und entschied das Turnier für sich.
Die Latscher Gemeindeverwaltung war stark vertreten, im Bild mit (v.l.) Vize-BM Christian „Diddi“ Stricker, BM Mauro Dalla Barba und Sportreferent Manuel Platzgummer.

Cup der guten Freundschaften

Latsch als internationale Eishockey-Hochburg: „Vinschgau Cup powered by Audi“ im Zeichen von Freundschaften und Rekorden. 

Publiziert in 15 / 2025 - Erschienen am 26. August 2025

Latsch - Es war einmal mehr ein Spektakel, welches der neunte „Vinschgau Cup powered by Audi“ bot. Noch nie war das beliebte Vorbereitungsturnier im Latscher IceForum so hochkarätig besetzt wie diesmal. Da waren der ERC Ingolstadt, der bereits seit 2015 alljährlich sein Trainingslager in Latsch abhält und den Cup ausrichtet, der Schweizer Meister und Champions-Hockey-League-Sieger ZSC Lions, die Straubing Tigers und der HC Falkensteiner Pustertal. Es war ein Cup, der nicht nur im Zeichen der Zuschauerrekorde stand – so waren alle Spiele diesmal ausverkauft – sondern auch der guten Freundschaften. Schließlich besteht die Partnerschaft zwischen Latsch und Ingolstadt nun mittlerweile seit zehn Jahren. „Viele Freundschaften sind entstanden“, so David Stocker, der Geschäftsführer des Tourismusvereins Latsch-Martell. Auch der Latscher Bürgermeister Mauro Dalla Barba unterstrich: „Der Trainingsaufenthalt des ERC Ingolstadt ist für Latsch weit mehr als nur Sport – er steht für gelebte Partnerschaft, internationale Freundschaft und gegenseitige Wertschätzung.“ Latsch könne stolz auf diese Zusammenarbeit sein. „Der ERC Ingolstadt und das Sportdorf Latsch, das ist eine Partnerschaft, die über die Jahre gewachsen ist und die wir als Gemeinde nicht mehr missen möchten“, betonte auch Sportreferent Manuel Platzgummer. 

„RAGAZZI IN VIAGGIO“

Im Zeichen der Freundschaft stand aber auch das Auftaktspiel am Freitagabend, 22. August, zwischen Ingolstadt und dem ZSC. Und zwar im Zeichen einer intensiven Fanfreundschaft. So sind weite Teile der Fanszenen aus Ingolstadt und Zürich, insbesondere die Ultras, miteinander befreundet. Dies brachten sie durch eine spektakuläre Choreografie bei Spielbeginn zum Ausdruck. Auch passende Shirts mit der Aufschrift „FORZA ERC & ZSC – RAGAZZI IN VIAGGIO“ wurden von den Fanlagern getragen. Sowohl aus Zürich als auch aus Ingolstadt waren jeweils zwei Busse mit aktiven Fans angereist. Zudem reisten zahlreiche Anhängerinnen und Anhänger beider Vereine individuell an.

Das Spiel entschied der ERC mit 6:4 für sich, insbesondere die erste Viertelstunde hatten die Schweizer verschlafen, bereits nach rund 14 Minuten stand es 4:0 für die Deutschen. Im zweiten Drittel kam Zürich zwar nach 38 Minuten auf 3:4 heran, die Panther erhöhten aber erneut. Mit einem 5:3 für den ERC ging es in ein spannendes Schlussdrittel, die Treffer in der Schlussminute zum 6:3 und 6:4-Endstand waren nur mehr Ergebniskosmetik. 

HCP mit starkem Turnier

Am Samstag griffen die Straubing Tigers und der HC Falkensteiner Pustertal ins Turnier ein. Die Wölfe schlugen sich tapfer, mussten sich aber schlussendlich klar mit 2:5 geschlagen geben. Zum Abschluss am Sonntag bezwang Straubing den ZSC mit 3:1, während der HCP nach einem wahren Kraftakt Titelverteidiger Ingolstadt trotz 3:4-Rückstandes acht Minuten vor Schluss mit 6:4 in die Knie zwingen konnte. Damit sicherten sich die Straubing Tigers mit zwei Siegen erstmals den Vinschgau Cup, der ERC beendete das Turnier auf dem zweiten Platz – dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem Turnierdritten Pustertal. Das eigentlich favorisierte Team aus Zürich landete mit zwei Niederlagen etwas überraschend auf dem letzten Rang. 

„Eine großartige Veranstaltung“ 

„Es war eine großartige Veranstaltung, alles verlief reibungslos“, zog David Stocker ein positives Fazit. Alle Spiele waren mit rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauern restlos ausverkauft, hinzu kamen zig Helfer/innen und Ehrengäste. Das Fanaufkommen stellte zweifelsfrei einen Vinschgau-Cup-Rekord dar. Für die Spiele von Ingolstadt und Zürich waren die Karten bereits Wochen im Voraus vergriffen. „Es war der größte Vinschgau Cup, den es je gab. Dass ein Team wie Zürich nach Latsch kommt, ist für unsere kleine Gemeinde einfach super“, unterstrich Sportreferent Manuel Platzgummer. Auch HCP-Sportdirektor Patrick Bona stellte den Latschern ein gutes Zeugnis aus: „Gewaltige Kaliber haben den Weg nach Latsch gefunden. Es ist schön, so hochkarätige Mannschaften in Südtirol zu sehen“. Der Cup und die Trainingslager sorgen seit jeher für eine große Wertschöpfung – direkt und indirekt. So kommen nicht nur immer wieder zahlreiche Fans nach Latsch und Umgebung, wo sie mehrere Tage nächtigen, sondern auch das mediale Echo ist stets enorm. „Wir hoffen, dass es noch viele Jahre so weitergeht“, so Platzgummer. Die Eisfix vom AHC Vinschgau unter der Koordination von Vize-Präsidentin Magdalena Tappeiner sorgten derweil für einen optimalen Ablauf bei der Verköstigung der zahlreichen Zuschauer/innen. „Rund 60 Freiwillige von uns standen bei jeder Partie durchschnittlich im Einsatz“, erklärte Tappeiner.

Michael Andres
Michael Andres

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