Zu den Höhepunkten gehörte die Prämierung in den verschiedenen Kategorien.
Im Bild (v.l.): Moderator Herbert Alber, die Handbikerin Claudia Schuler aus Plaus, der Handbiker Roland Ruepp aus Schluderns und Gerhard Eberhöfer, Präsident des ASV Kastelbell-Tschars Raffeisen.
Gruppenbild mit Landesrat Hubert Messner.
Feststimmung in der Sporthalle.
Um jede Sekunde wurde gekämpft.

Ein Sportfest für alle

Rund 50 Teilnehmende bei 28. Radkriterium in Schlums

Publiziert in 20 / 2026 - Erschienen am 3. November 2026

Kastelbell - Rund 50 Athletinnen und Athleten aus ganz Südtirol beteiligten sich am 18. Oktober an der 28. Auflage des Radkriteriums in Schlums in Kastelbell. Der gelungene Nachmittag stand ganz im Zeichen spannender Wettkämpfe, gelebter Inklusion und geselligen Beisammenseins. Bei den Wettkämpfen, zu denen Menschen mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen antraten, galt es, eine rund 5 Kilometer lange Strecke, die durch die Obstwiesen im Umkreis der Sportzone führte, gleich drei Mal in Folge zu bewältigen. Gehörlose und Handbikerinnen und Handbiker holten ebenso alles aus sich heraus, wie Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung, Personen, die eine Transplantation hinter sich haben, oder Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen.

Für alle Kategorien offen

Zu den Besonderheiten des Radkriteriums, das bisher insgesamt über 20 Mal in Schlums ausgetragen wurde und dort somit sein festes Zuhause gefunden hat, gehört der Umstand, dass alle Kategorien innerhalb des Behindertensports im VSS teilnehmen können. „Es geht zwar auch um den sportlichen Wettstreit, aber noch wichtiger sind das Dabeisein und die Inklusion. Ob mit oder ohne Behinderung, bei uns sind alle willkommen“, sagte Gerhard Eberhöfer, der Präsident des ASV Kastelbell-Tschars Raffeisen. Auch die heurige Auflage hat der AVS gemeinsam mit der Sportgruppe für Körperbehinderte Südtirol (SGKS) und dem VSS-Referat Behindertensport wieder vorbildlich vorbereitet und organisiert. Ein dickes Lob für den ASV Kastelbell-Tschars und alle Mitveranstalter und Freiwilligen kam unter anderem von Markus Kompatscher, dem VSS-Behindertensport-Referenten. Die Präsidentschaft der Sportgruppe für Körperbehinderte hat Kompatscher im Sommer an Tanja Rainer abgegeben.

„Als Anerkennung und Wertschätzung“

„Ich komme jedes Mal gerne zum Radkriterium, um den Sportlerinnen und Sportlern meine Anerkennung und Wertschätzung für ihre Leistungen zum Ausdruck zu bringen“, sagte Hubert Messner, Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit. Die Grüße im Namen der Gemeinde Kastelbell-Tschars überbrachte Sportreferent Simon Maringgele. Auch er sprach von einer gelungenen Veranstaltung und dankte alle Beteiligten für den Einsatz, das Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit.

Ein besonderes Sportereignis

 Beim heurigen Radkriterium hat sich erneut eindrucksvoll gezeigt, wie viel Freude, Motivation und Gemeinschaft hinter diesem besonderen sportlichen Ereignis stecken. Das Rennen war nicht nur ein Wettkampf, sondern vielmehr ein Zeichen für gelebte Inklusion und die Bedeutung des Sports für alle Menschen. „Das Radkriterium zeigt Jahr für Jahr, wie wertvoll ein vielfältiges Sportangebot ist“, sagte VSS-Obmann Paul Romen. Es freue ihn besonders, „dass diese Veranstaltung seit so vielen Jahren mit großem Engagement organisiert wird und bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern so großen Anklang findet.“ Zu den Ehrengästen, die Gerhard Eberhöfer begrüßen konnte, gehörten u.a. auch Bürgermeister Gustav Tappeiner sowie Wolfram Gapp, der Obmann der Raffeisenkasse Untervinschgau, des Hauptsponsors des Radkriteriums.

Viele helfen mit

Bedankt hat sich Gerhard Eberhöfer auch bei der VIP und allen weiteren Sponsoren, bei den Freiwilligen Feuerwehren Kastelbell und Tschars, die den Sicherheitsdienst übernommen hatten, beim Zeitnehmer-Team aus Bozen und bei allen Freiwilligen, die zum Gelingen des Radkriteriums beigetragen haben. Höhepunkt der Veranstaltung war die Preisverteilung in der Sporthalle, die Herbert Alber moderierte, der frühere VSS-Referent für Behindertensport. Für die Gewinnerinnen und Gewinner in den einzelnen Kategorien gab es nicht nur Medaillen, sondern auch Sachpreise. Im Anschluss an die Siegerehrung genossen alle das gemütliche Beisammensein bei Speis und Trank.

Josef Laner
Josef Laner

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