Der Eisxif-Jubel beim Schlusspfiff war groß.
Gegen Ende des zweiten Halbfinals flogen auch die Fäuste.
Die Erlösung: Daniel Valgois Schuss landet im leeren Tor zum 5:2, Adrian Klein zieht jubelnd ab.
Der HCP feuerte deutlich öfter aufs Tor.

Showdown ums Finale

Eisfix gewinnen daheim gegen HCP und wollen Saison mit Einzug ins Endspiel krönen.

Publiziert in 5 / 2026 - Erschienen am 10. März 2026

LATSCH - Als der Puck 76 Sekunden vor Schluss nach einem Befreiungsschlag von Eisfix-Verteidiger Daniel Valgoi im leeren Tor des HCP landete, war der Jubel auf dem Eis und auf der Tribüne groß: Das 5:2 bedeutete die Entscheidung und zugleich den Endstand. Der AHC Vinschgau hat am Samstag, 7. März, nach einem wahren Kraftakt das zweite Halbfinalspiel in der Best-of-Three-Serie gegen den HC Pustertal Junior Selection gewonnen und in der Serie eine Woche nach der bitteren 1:7-Auswärtsniederlage ausgeglichen. Das dritte Spiel steigt am kommenden Samstag, 14. März, in Bruneck. Spielbeginn ist um 16.45 Uhr. Dabei entscheidet sich, wer in das Finale der IHL Division 1 einzieht. Dann wartet Chiavenna oder Como, auch zwischen diesen beiden kommt es zum Entscheidungsspiel. 

Viel Moral in den Playoffs 

Der AHC Vinschgau Eisfix will mit dem Einzug ins Finale die Saison krönen. In der ersten Phase der Meisterschaft, der regulären Saison, landeten die Eisfix in ihrer Gruppe hinter dem HCP Junior auf dem zweiten Platz und brachten die Playoff-Teilnahme frühzeitig unter Dach und Fach. In der Master Round taten sich die Vinschger aber schwerer und mussten sich mit dem fünften Platz begnügen.
In der heißesten Eishockey-Zeit des Jahres, den Playoffs, fing sich das Team von Coach Mikael Pancak wieder rechtzeitig. Die zweite Mannschaft des HC Gherdëina wurde erst auswärts mit 4:1, dann daheim mit 4:3 nach Verlängerung besiegt. Mit dem HCP wartete im Halbfinale schließlich das Top-Team der ersten Meisterschaftsphasen. Kam man beim Spiel in Bruneck noch unter die Räder, war der Sieg am vergangenen Samstag auch ein Erfolg für die Moral – so spiegelt das 5:2 nicht unbedingt das Kräfteverhältnis wider (53 zu 18 Torschüsse für den HCP). Aber: In wichtigen Momenten zeigten die Eisfix Kämpferherz, Leidenschaft und vor allem Kaltschnäuzigkeit, bewiesen Nervenstärke und hielten gegnerischen Druckphasen stand.

Spannende Schlussphase 

Adrian Klein sorgte gegen Ende des ersten Drittels (18.48) für die Eisfix-Führung, Mathias Hellweger erhöhte in der Anfangsphase des zweiten Drittels (23.28) und traf wenig später (28.56) zum 3:0. Noch im zweiten Drittel kamen die Gäste wieder heran, erst auf 1:3 (29.54), dann auf 2:3 (39.51). Im Schlussdrittel erzielte Martin Pircher das 4:2 (42.22). Für Hochspannung war dann in der Endphase gesorgt, der HCP drückte, die Eisfix um Goalie Simon Spada stemmten sich dagegen – sechs Minuten vor Schluss musste schließlich der Pfosten retten. Selbst als dann die Eisfix einige Minuten vor Spielende in Überzahl agierten, war das Spiel noch nicht gelaufen, da 96 Sekunden vor Schluss auch Philipp Eberhöfer zum Protest vieler Fans auf die Strafbank musste. Als daraufhin die Wölfe den Torwart rausnahmen, um zu fünft gegen vier Eisfix zu spielen und Valgois Schuss aus dem eigenen Drittel im leeren Tor landete (58.44), brachen schließlich alle Dämme. Doch lange Zeit zum Feiern blieb nicht: Der Fokus galt bereits kurz nach dem Sieg dem dritten Spiel.

Michael Andres
Michael Andres

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