Gruppenbild der früheren und derzeitigen „Enzo“-Kellner

50 Jahre Disco „Enzo“

Publiziert in 18 / 2014 - Erschienen am 14. Mai 2014
St. Valentin a.d.H. - Es gibt landesweit wohl nur eine Disco, die seit 50 Jahren ununterbrochen von derselben Familie geführt wird. Es ist dies die Disco „Enzo“ in St. Valentin. Gebührend gefeiert wurde der runde Geburtstag am 9. und 10. Mai mit einem Konzert der Partyband „Volxrock“, mit bekannten DJs, einer ­Riesentorte und weiteren Überraschungen für die Gäste. Zu den Höhepunkten zählte sicher auch das gemeinsame Abendessen, zu dem Benno Licata am Freitag alle früheren und derzeitigen Kellner eingeladen hatte. Zum Auftakt der Feier erinnerte Benno an die Entstehung der Disco. Sein ­Vater Enzo, der am 22. April 2013 gestorben ist, fuhr 1963 nach Holland, um in einem Reisebüro um Gästegruppen aus Holland zu werben. Dort sagte man ihm, dass es speziell für junge Leute ein Tanzlokal bräuchte. Enzo räumte darauf hin die Kellerräume im Hotel „Ortlerspitz“ aus, entwarf eigenhändig die Pläne und errichtete die Taverne Ortlerspitz. „Der Tanzboden ist noch immer derselbe“, erzählte Benno, der mittlerweile selbst seit 22 Jahren im Betrieb arbeitet. Sonst aber habe es immer wieder Erneuerungen und bauliche Veränderungen gegeben. In den Anfangsjahren war die Disco ein Tanzlokal für die Hausgäste, doch nach und nach kamen auch die Einheimischen auf den Geschmack. Zu den ältesten Kellern gehörte beim Treffen am Freitag Frans Vrijdag, der Bruder von Enzos Frau Paula. Frans, der eigens mit seiner Frau Hanneke aus Holland angereist war, war Ende der 60er Jahre Kellner im Tanzlokal. Detail am Rande: Seine Frau, ebenfalls aus Holland, hatte er in der Disco in St. Valentin kennengelernt. Zu den „berühmtesten“ Kellern gehört mit Sicherheit Gustl Stecher aus St. Valentin. Er hat in seinen über 20 Dienstjahren zigtausende Discobesucher bedient. So wohl auch den jetzigen Grauner Bürgermeister Heinrich Noggler, der ebenfalls zur Feier gekommen war. „Früher ging man gegen 22 oder 22.30 Uhr in die Disco und gegen 1 oder 1.30 Uhr war Schluss“, erinnert er sich. Früher war vieles anders. So war die Disco etwa außer montags immer geöffnet. Benno erinnerte auch daran, wie er vor 17 Jahren zusammen mit Elmar Prenner einen Taxidienst aufbaute, um die Discobesucher sicher nach Hause zu bringen. Damals sprach noch niemand von einem Nightliner-Dienst, wie er seit einigen Jahren bis ­Reschen gewährleistet wird. Beim Kellner-Treffen wurden auch so manche Anekdoten aus früheren Zeiten erzählt. Zu den Erfolgsgeheimnissen der Disco gehört sicher der Umstand, dass sich Betreiber und Angestellte sei jeher wie eine Familie fühlen, ganz nach dem Motto: Arbeiten ist gut und recht, aber auch Spaß muss sein. Sepp
Josef Laner
Josef Laner

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