Allerliebster guter Personalcomputer

Latsch - An sich wollten die 4 Mädchen und 11 Buben der 3D „Fuck ju Göhte“ auf die Bühne bringen. Dass es gelang, ihnen das Unterfangen auszureden, war Doris Plankl zu verdanken. Die Mitarbeiterin von „Theatraki-­Theater in der Schule“ hatte sie gewissermaßen mit dem Handy überzeugt. „Game over“, das Spiel ist aus, sollte schließlich inszeniert werden. Damit konnte die 3D etwas anfangen. Allerdings sei das Anfangen eher enttäuschend gewesen, meinte Lehrerin Christine Moser: „Die ersten Proben waren desolat“. Zwar stand eine Reihe von „gesegneten Schauspielern“ auf der Bühne, aber Texte in Deutsch, Italienisch und Englisch auswendig zu lernen, schien den jungen Leuten nicht sonderlich cool. Doch mit Plankls Engelsgeduld und Mosers Erfahrung gelang eine Inszenierung, die bei der Schülervorstellung begeisterten Applaus und bei der Abendvorstellung viele positive Rückmeldungen auslöste. Dreisprachig und im Rap-Rhythmus sprachen und sangen die Schüler von Spielsucht und Kontrollverlust, aber auch vom wahren Glück. „Vielleicht wäre ein Leben ohne Handy gar nicht schlechter“, sagte Roberta Malearciuc aus ­Moldawien, die vor zwei Jahren ohne Deutsch- und Italienischkenntnisse in den Vinschgau gekommen war. Auf der Linie der Aktion „Schenken mit Sinn“ beschloss die 3D, mit einem Teil der freiwilligen Spenden einen Esel für einen äthiopischen Bauern anzukaufen. S
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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