Alte Tradition leben und Gutes tun

Publiziert in 16 / 2025 - Erschienen am 9. September 2025

Latsch - Die Kräuter wachsen oft am Wegesrand und viele auch in Bauerngärten. Sie blühen in allen Farben: Schafgarbe, Ringelblume, Vaterkraut, Thymian oder Wermut. Am 15. August, dem „Hoch-Unser-Frauentag“, werden die gebundenen Kräutersträuße zur Weihe in die Kirche gebracht. Die „Kräuterbuschen“ schmücken den Altar und der Duft verbreitet sich in der ganzen Kirche. Im Anschluss an die Segnung können sie getrocknet und zum Schutz vor Unwetter verbrannt oder auch zum Weihrauch dazugegeben werden. Dieser Brauch ist den Bäuerinnen und der Bauernjugend von Latsch sehr wichtig. Am Vortag des „Hoch-Unser-Frauentages“ hatten sich viele fleißige Menschen beim Seniorenwohnheim Annenberg in Latsch getroffen, damit auch die Heimbewohner an diesem schönen Brauch teilhaben konnten. Es wurden rund 370 kleine Sträußchen gebunden, und zwar aus verschiedenen Kräutern, welche die Bauernjugend gesammelt hatte. Hinzu kam eine Vielzahl von bunten Blumen, wie Astern, Zinnien, Strohblumen und Dahlien, gepflückt und zur Verfügung gestellt von vielen Bäuerinnen. Im Anschluss an die Messfeier wurden die Sträußchen gegen eine Spende verteilt. Auch die Bewohner des Annenbergheims durften sich über ein Sträußchen freuen. Die Spende geht heuer an eine junge Familie mit 2 kleinen kranken Kindern. Damit die Kinder in dieser schwierigen Situation gut betreut werden können, ist die Anwesenheit beider Eltern von großer Bedeutung. Die Latscher und Latscherinnen hat das Schicksal der Familie sehr berührt. Viele Menschen haben sich solidarisch gezeigt und wollten etwas Erleichterung, Hoffnung und Zuversicht schenken. Die Summe, die am Ende gespendet wurde, hat alle Erwartungen übertroffen: Stolze 3.504,03 Euro kamen zusammen und konnten in Form eines symbolischen Schecks an Gerda Hanni vom Bäuerlichen Notstandsfonds übergeben werden, der die Familie unterstützt. Die Ortsbäuerin Irmi Oberhofer spricht allen Spenderinnen und Spendern ein großes Vergelt’s Gott aus dankt der Bevölkerung für das Vertrauen in die Bäuerinnenorganisation, die Bauernjugend und in den Bäuerlichen Notstandsfonds. 

Redaktion

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