Das Schattenstein-Vermächtnis

Publiziert in 2 / 2026 - Erschienen am 27. Januar 2026

Kastelbell -  Mit der Premiere der paranormalen Komödie „Das Schattenstein-Vermächtnis“ hat die Heimatbühne Kastelbell-Tschars einen ebenso kurzweiligen wie fantasievollen Theaterabend auf die Bühne gebracht. Intrigen, Hokuspokus und ein echter Geist sorgen für beste Unterhaltung. Ein Stück zum Lachen, zum Gruseln und vor allem zum Spaßhaben. Im Zentrum der Handlung stehen zwei benachbarte Bauernfamilien, die seit Generationen verfeindet sind. Anlass für den erbitterten Streit ist der Schattenbuckel, ein Obstgarten, der zwischen den beiden Höfen liegt. Alte Besitzansprüche, verletzte Ehre und weitervererbte Abneigungen halten den Konflikt hartnäckig am Leben. Doch die nächste Generation denkt weiter: Die Töchter der beiden Familien wollen den Zwist endlich beenden und fädeln ein Geschäft ein, das die verfeindeten Parteien zur Zusammenarbeit zwingt. Aber der Schein trügt. Die Geschäftspartnerin ist nicht hinter dem Obst der beiden Familien her, sondern hinter einem Schatz, den der sagenumwobene Graf von Schattenstein dort einst verborgen haben soll. Um diesen zu finden, wird ein Archäologe engagiert – sehr zum Misstrauen der Familien. Zusätzliche Würze bringt Madame Kassandra, ein Medium, das Urlaub in der Pension einer der Familien macht. Sie beschwört den Geist des Grafen herauf, den allerdings nur sie selbst sehen kann. Ob echte Erscheinung oder geschickte Inszenierung, wollen auch die YouTuber „die Geisterjäger“ herausfinden, die das Geschehen ständig mit der Kamera begleiten. Unter der Regie von Nadia Schwienbacher, Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin, entfaltet sich ein dichtes, temporeiches Bühnengeschehen. Schwienbacher gelingt es, jeder Figur Raum und Gewicht zu geben: es gibt keine Nebenrollen, jede trägt die Geschichte mit. Die Heimatbühne Kastelbell-Tschars überzeugt mit Spielfreude, Timing und einem sicheren Gespür für Komik. 

Weitere Aufführungstermine: Freitag, 30. Jänner (20 Uhr), Sonntag, 1. Februar (17 Uhr), Dienstag, 3. Februar (20 Uhr), Samstag, 7. Februar (20 Uhr) und Sonntag, 8. Februar (17 Uhr). LISI

Elisabeth Tappeiner

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