Die Kirschernte im Vinschgau hat begonnen.
Reinhard Ladurner (Verkaufsverantwortlicher Kirschen bei VIP und ALPE-Geschäftsführer)

Die Kirschernte hat begonnen

Publiziert in 24-25 / 2021 - Erschienen am 20. Juli 2021

Laas/Vinschgau - Die heurige Kirschernte im Vinschgau hat kürzlich begonnen. Die Verarbeitung und Vermarktung der Vinschger Kirschen erfolgt zentral in einer innovativen Sortier- und Verpackungsanlage in Laas. Die Mitgliedsbauern des Verbandes der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse (VIP) widmen sich bereits seit einigen Jahren auch dem Anbau von saisonalen Produkten. Neben den Marillen, Erdbeeren und Blumenkohl sind die Kirschen ein wichtiger und beliebter Bestandteil des saisonalen Sortiments aus dem Vinschgau. Die Kirschen, vorwiegend die Sorten Kordia und Regina, reifen in den Höhenlagen zwischen 600 und 1.300 Metern heran. Die dortigen klimatischen Bedingungen tragen positiv zur guten Entwicklung der äußeren und inneren Qualität der Kirschen bei: So punkten die Vinschger Kirschen mit intensiver Süße in Kombination mit erfrischender Säure, einem saftigen Fruchtfleisch und knackiger Konsistenz. Im Vorjahr haben die Bauern der verschiedenen Vinschger Mitgliedsgenossenschaften der VIP rund 500 Tonnen Kirschen geerntet und angeliefert. „Leider haben heuer die kalten Frostnächte im Frühjahr ihre Spuren hinterlassen. Nur durch den Einsatz von aufwändigen Frostschutzmaßnahmen konnte ein guter Teil der Kirschernte gerettet werden und es werden nur geringe Mengeneinbußen erwartet“, erläutert Reinhard Ladurner, Verkaufsverantwortlicher Kirschen bei VIP und Geschäftsführer der OG ALPE in Laas. Spielt das Wetter optimal mit, können auf der derzeitigen Anbaufläche im Vinschgau normalerweise bis zu 600 bis 700 Tonnen Kirschen geerntet werden. Sortiert und verkaufsfertig gemacht werden die Kirschen seit einigen Jahren in der Genossenschaft ALPE in Laas. Bereits 2015 hatte der Verwaltungsrat der VIP die strategischen Weichen für die Weiterentwicklung des Kirschenanbaus im Vinschgau gestellt. Er entschied, ein gemeinsames Verarbeitungszentrum für die Vinschger Kirschen zu errichten. Seit 2016 erfolgt die zentrale Verarbeitung und Vermarktung der Kirschen in der ALPE. „Mit einer innovativen Sortier- und Verpackungsanlage für Kirschen gelingt es uns, den gesamten Verarbeitungsprozess zu automatisieren und zu optimieren. Die angelieferten Kirschen werden nach Qualität, Größe, Farbe und inneren Qualitäten selektiv sortiert“, informiert Reinhard Ladurner. Die Kirschen aus dem Vinschgau werden zu 90% auf dem italienischen Markt unter der Marke „Val Venosta - Ciliegie di Montagna“ in Kombination mit dem Qualitätszeichen Südtirol über den Großhandel, die Supermärkte und den Lebensmittel-Einzelhandel verkauft. Rund 10% der Vinschger Kirschen werden exportiert.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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