Latscher Oldtimer-Freunde (v.l.): Manuel Mitterer, Reinhard Gruber, Vize-Kommandant Lukas Rizzi, Kommandant Werner Linser und Patrick Fleischmann.
Zwar PS-stark, aber nicht motorisiert.

Feuerwehr-Oldtimertreffen in Latsch 

Publiziert in 27 / 2019 - Erschienen am 1. August 2019

Latsch - Hier ein Einsatzfahrzeug, Baujahr 1941, aus Deutschland. Dort der Latscher VW-Bulli aus dem Jahre 1966. Insgesamt waren es fast 70 Feuerwehr-Fahrzeuge aus ganz Südtirol, Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein, die kürzlich beim Oldtimertreffen in Latsch im Rahmen des traditionellen Feuerwehrfestes für Nostalgie gesorgt haben. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs hat nämlich auch in Südtirol und in den Nachbarländern die Motorisierung der Freiwilligen Feuerwehren begonnen. Das mittlerweile alle zwei Jahre stattfindende Auflaufen der Feuerwehr-Fahrzeuge ist längst Kult. Angefangen hatte alles 2012, als dieses erstmals über die Bühne gegangen war. Damals mit 25 Oldtimern. „Und es war auch diesmal wieder ein voller Erfolg“, freute sich der Latscher Feuerwehr-Kommandant Werner Linser und bedankt sich beim Team der Freiwilligen Feuerwehr, den freiwilligen Helfern sowie der Dorfbevölkerung von Latsch, „die immer hinter der Feuerwehr steht“. Aus Südtirol seien 18 Gruppen gekommen, zudem 30 aus Deutschland, 12 aus Österreich, fünf aus der Schweiz sowie eine aus Liechtenstein. Unter anderem stand eine Sternfahrt nach Sulden auf dem Programm. Den Höhepunkt bildete der Umzug der Oldtimer vom Bahnhofsplatz zum Festgelände am Sonntag, 21. Juni. Zahlreiche Schaulustige ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Weit mehr als 600 Personen wurden dabei entlang der Strecke gezählt. Ohnehin hat sich Latsch in den vergangenen Jahren schon einen guten Namen in der Feuerwehr-Oldtimer-Szene erarbeitet. Davon profitiert indirekt auch der Latscher Tourismus, schließlich sorgt das Treffen für direkte und indirekte Wertschöpfung. Die Übernachtungszahlen während der Veranstaltung in der Gemeinde Latsch sprechen für sich, manche Gruppen bleiben gleich mehrere Tage. Und nicht zuletzt tragen die internationalen Gäste den Namen Latsch in die Welt hinaus. „Die Umgebung ist phantastisch, hierher kommt man einfach gerne“, betonte ein Schweizer Oldtimer-Fan. Nicht zuletzt sind die Latscher auch selbst unterwegs bei solchen Treffen. Ihr ganzer Stolz ist der VW T1 Bulli aus dem Jahre 1966. Nach einigen Restaurationsarbeiten 2012 ist der Feuerwehr-Oldtimer wieder gut in Schuss, wovon sich die Besucher des Oldtimertreffens überzeugen konnten. 

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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