Kaunertal: Wie geht es weiter?

Publiziert in 12 / 2019 - Erschienen am 2. April 2019

Langtaufers/Bozen - Sauer aufgestoßen sind SVP-Vertretern aus Langtaufers die Aussagen von BM Heinrich Noggler in einem Interview mit dem der Vinschger (Ausgabe Nr. 05/2019) im Zusammenhang mit dem Thema „Anbindung Langtaufers-Kaunertal“. Noggler hatte gesagt, dass sich die Gemeinde die Position der Schöneben AG zu eigen machen werde. Sollte die Gesellschaft sagen, dass dem Ski-Resort dadurch eine Konkurrenz entsteht, „wird auch die Gemeinde dieses Projekt nicht befürworten können.“ In einem Schreiben an den BM und an LH Arno Kompatscher wird Heinrich Noggler aufgefordert, diese Aussagen öffentlich zu korrigieren. Die „gewählten Bürger-Vertreter“ aus Langtaufers sind der Meinung, „dass die bisherige Handhabung unseres Projektes durch den Bürgermeister und die öffentliche Verwaltung moralisch verwerflich und unseres Landes unwürdig ist.“ Es wird daran erinnert, dass der Gemeinderat die Machbarkeitsstudie zur skitechnischen Verbindung mit einer Zweidrittel-Mehrheit genehmigt hat. Den ursprünglichen Beschluss, die Verbindung abzulehnen, hat die Landesregierung bekanntlich im sogenannten Selbstschutzweg widerrufen. Wie Kompatscher bei einer Bürgerversammlung im März 2018 angekündigt hatte, werden Projekte dieser Art künftig nicht nur dem Umweltbeirat zur Begutachtung vorgelegt, sondern einer weiteren Kommission zur Bewertung des sozioökonomischen Aspektes. „Diese Kommission wird demnächst von der Landesregierung ernannt“, bestätigte Giorgio Gottardi vom Amt für Landesplanung am Montag dem der Vinschger. Nach der Ernennung werde es einige Wochen dauern, bis das Gutachten erstellt ist. Laut der zuständigen Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer laufen derzeit verschiedene Gespräche. Es sei abzuklären, ob der Ball zurück an die Gemeinde geht oder ob die Landesregierung entscheidet. Das Ergebnis der sozioökonomischen Bewertung gelte es abzuwarten. Man bemühe sich, „sauber und rechtlich einwandfrei vorzugehen.“ Der LH wird im obgenannten Schreiben ersucht, „dafür Sorge zu tragen, dass das Projekt zeitnah bei den zuständigen Ämtern, unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und Fristen, objektiv beurteilt wird.“ 

Josef Laner
Josef Laner
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