Die Besuchergruppe des „Malser Weges“ mit dem EU-Parlamentarier Martin Häusling (v.l.): Annemarie Markt Gluderer, Richard Fliri, Ernst Thoma, Markus Lobis, Martin Häusling, Peter Gasser, Margit Gluderer Gasser, Albert Pritzi, Beatrice Raas, Madeleine Rohrer, Jutta Staffler, Manuel Gluderer, Hanspeter Staffler, Elmar Prenner und Maria Pia Oswald.

„Malser Weg“ in Brüssel

Publiziert in 42 / 2019 - Erschienen am 3. Dezember 2019

Brüssel/Mals - Im März 2019 war der EU-Parlamentarier Martin Häusling zu Gast in Südtirol. Er besuchte auch die Gemeinde Mals, weil er den Ort und die Menschen kennenlernen wollte, die sich bei einer Abstimmung 2014 mit großer Mehrheit für eine pestizidfreie Gemeinde ausgesprochen und damit europaweit für Aufsehen gesorgt hatten. Kürzlich lud Häusling Vertreter der Initiative „Der Malser Weg“ zu einem Besuch des EU-Parlaments in Brüssel ein. Die Gruppe brach am 17. November mit einem Kleinbus Richtung Brüssel auf. BM Uli Veith und der Apotheker Johannes Fragner Unterpertinger konnten wegen Verpflichtungen im Zusammenhang mit den außerordentlichen Schneefällen nicht mitfahren. In Brüssel wurde die Gruppe in die Arbeit des EU-Parlaments eingeführt. Gastgeber Martin Häusling gab der Delegation einen Einblick in die aktuellen großen Themen im Bereich der Landwirtschaft und des Umweltschutzes in Europa. Er informierte über die Herausforderungen für den „Malser Weg“ und dessen Verknüpfung mit europapolitischen Themen. Die Gruppe traf auch mit Pierluigi Londero von der Generaldirektion Landwirtschaft der EU-Kommission zusammen. Londero erwies sich als Kenner der Entwicklungen in Mals und erklärte, dass die neue EU-Kommission deutliche Schwerpunkte in Richtung Lebensmittelsicherheit und Ökologisierung der Landwirtschaftsproduktion setze. Er sehe durchaus Möglichkeiten für ambitionierte Pilotprojekte im Bereich der ökologischen Landwirtschaft. Auch einer Sitzung des Landwirtschaftsausschusses, der aus aktuellem Anlass zusammen mit dem Umweltausschuss tagte, wohnte die Gruppe bei. Hauptthema war die Ernährungssicherheit. Am Brüsseler Sitz des Städte- und Regionennetzwerkes ICLEI stellte dessen Leiter Peter Defranceschi, der aus Südtirol stammt, der Gruppe das globale Netzwerk vor, dem über 1.400 Städte und Regionen als Mitglieder angehören. Mals ist laut Defranceschi ein interessantes Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit „von unten“ eingefordert und gefördert wird. Das Beispiel Mals verdiene Beachtung und Unterstützung. Der Tag klang mit einem Abendessen in einem afrikanischen Restaurant aus. Auch Häusling nahm daran teil. Er hob die Bedeutung des „Malser Weges“ als europa- und weltweit wahrgenommenes Fanal für eine gute Zukunft, gesunde Lebensmittel, intakte Umwelt und umfassende Nachhaltigkeit hervor.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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