Maximilian Haller

Maximilian gewinnt Orgelwettbewerb

Publiziert in 15 / 2025 - Erschienen am 26. August 2025

Schlanders - Der 19jährige Maximilian Haller aus Schlanders hat ein ganz besonderes Hobby: er ist ein sehr talentierter Organist. Jahrelang hat er Gottesdienste in Schlanders, Prad und Meran musikalisch gestaltet und den Kirchenchor von Schlanders mit seiner wunderbaren Orgelmusik begleitet. „Eine Orgel kann ein ganzes Orchester ersetzen, und der Organist ist ein Solist“, schwärmt der junge Musiker, der am liebsten Konzerte spielt. Dafür verbringt er viel Zeit beim Üben und er setzt sich mit den verschiedenen Zeitepochen auseinander, aus der die Werke stammen. Er hat sich inzwischen ein großes Wissen über den Stil der unterschiedlichen Werke angeeignet und ist stets versucht, die Details herauszuholen.  „Die Art zu spielen und die verschiedenen Sichtweisen waren in jeder Epoche völlig unterschiedlich, und die Absicht des Komponisten mit meiner persönlichen Interpretation authentisch und getreu wiederzugeben, ist eine besondere Herausforderung für mich“, beschreibt Maximilian seine Faszination für die Orgelliteratur.  Seit Herbst 2024 studiert Maximilian das Fach „Kirchenmusik“ an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn“ in Leipzig. Er möchte dort den Bachelor für Kirchenmusiker machen; mit dem Master in Kirchenmusik könnte er sich im Anschluss als Domorganist bewerben. Sein Orgelprofessor Martin Schmeding schickt regelmäßig seine talentiertesten Studenten zum NIIOC,  einem Internationalen Orgelwettbewerb nach Nordirland,  darunter auch Maximilian. Nachdem er sich in einer Vorausrunde für das Finale qualifiziert hatte, musste Maximilian vor Ort ein 20-minütiges Programm vor einer dreiköpfigen Jury absolvieren. Unter den neun internationalen Teilnehmern im Finale gewann der junge Schlanderser den internationalen Wettbewerb mit Bravour.  Er spielte als Eröffnung ein junges Werk des französischen Komponisten Jean Guillou, und zwar den 1. Satz „Hermes – der Bote des Feuers“ aus dem Zyklus „Hyperion“,  anschließend das „Concerto in d-Moll“ von J.S. Bach und zum Schluss die „Fantasie in d-Moll“ von Max Reger.  Für die herausragende Interpretation dieses Abschlussstückes erhielt Maximilian noch als Sonderpreis zu Ehren der neuseeländischen Organistin Gillian Weir die Dame Gillian Weir-Medaille. Maximilian hat zudem die Möglichkeit bekommen, internationale Preisträgerkonzerte in der St. Thomas Church Fifth Avenue New York, in der Westminster Abbey London, im King’s College Cambridge sowie in den Kathedralen von Belfast und Dublin zu spielen. Dazu kann man dem jungen Musiker nur gratulieren! 

Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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