Die Rückkehr der Schafe nach Kurzras ist stets ein Spektakel.

„Pamper“ kehren heim

Publiziert in 16 / 2025 - Erschienen am 9. September 2025

Kurzras - Im Zuge der Transhumanz kehrten am Sonntag, 7. September, rund 1.500 Schafe vom Ötztal nach Kurzras zurück. Dort wurden die Tiere empfangen. Die Transhumanz zählt seit 2019 zum immateriellen Welt-Kulturerbe der UNESCO. Die Transhumanz im Schnalstal führt als einzige über einen Gletscher und eine Staatsgrenze. Schon seit vielen Jahrhunderten ziehen Hirten mit mehreren tausend Schafen vom Schnalstal aus über die Sommermonate ins österreichische Ötztal. Alljährlich legen die Tiere und ihre Begleiter/innen einen langen und beschwerlichen zweitägigen Marsch mit mehr als 40 Kilometern über Schneefelder und steile Fels- und Eisrinnen zurück. Und das gleich doppelt. Die Schafe werden im Juni über zwei verschiedene Strecken getrieben: Von Kurzras über das Hochjoch (2.520 Meter) ins Rofental und von Vernagt über das Niederjoch (3.017 Meter) ins Niedertal. Im September kehren sie traditionell zurück. Die Heimkehr der „Pamper“ nach Kurzras erfolgte am vergangenen Wochenende bei guten Wetterbedingungen reibungslos. Beim Stopp an der Schöne-Aussicht-Hütte gab es sogar Zuwachs: Ein Lämmchen wurde geboren. Am kommenden Samstag, 13. September, kehren über 2.000 Schafe vom Ötztal nach Vernagt zurück. Dort werden sie mit einem großen Hirtenfest am See erwartet. 

Michael Andres
Michael Andres

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