An vielen Stellen entlang der Bahnstrecke Meran-Mals wurde während der vergangenen Monate bzw. Jahre gearbeitet. Dieses Bild entstand am 13. März in der Nähe des Bahnhofs in Schlanders.

Schritt für Schritt

Elektrifizierung der Vinschger Bahn geht in die Endphase. 

Publiziert in 6 / 2026 - Erschienen am 24. März 2026

Vinschgau - Über den Stand der Arbeiten bei der Elektrifizierung der Vinschger Bahn und die schrittweise Wiederinbetriebnahme wurden die Vinschger Bürgermeisterinnen und Bürgermeister am 19. März am Sitz der Bezirksgemeinschaft in Schlanders informiert. Wie Landesrat Daniel Alfreider vorausschickte, stellt die Elektrifizierung einen zentralen Schritt dar, „um die Bahn als Rückgrat einer leistungsfähigen Mobilität weiter zu stärken.“ Die Rückkehr zum regulären Bahnbetrieb erfolgt phasenweise. Für die erste von vier Phasen ist vorgesehen, dass ab dem 29. März ein Probebetrieb der Bahn zwischen Laas und Meran im Stundentakt beginnt, wobei vorerst noch Dieselzüge eingesetzt werden. Der Schienenersatzverkehr (Linie B250) Mals-Meran bleibt im Halbstundentakt vollständig aufrecht. Ergänzt wird er durch zusätzliche Schülerfahrten. Ab Mai beginnt die zweite Phase: Der Zugverkehr zwischen Laas und Meran wird auf einen Halbstundentakt verdichtet. Der Schienenersatzverkehr wird zum Großteil eingestellt, lediglich einzelne Verstärkerfahrten für Schülerinnen und Schüler bleiben bestehen. Im Abschnitt Laas-Mals wird weiterhin ein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten. Die Phase drei beginnt im Juli: Der Zugbetrieb Mals-Laas wird schrittweise aufgenommen, zunächst im Stundentakt im Wechsel mit dem Busverkehr. Parallel dazu wird der durchgehende Halbstundentakt zwischen Laas und Meran weiter gefestigt. Die vierte und letzte Phase sieht vor, dass ab Ende 2026 der vollständige Bahnbetrieb mit Elektrozügen Mals-Meran-Bozen im durchgehenden Halbstundentakt garantiert werden soll.

Komplexes Unterfangen

Mit der Elektrifizierung wurde vor rund 10 Jahren begonnen. Das komplexe Vorhaben umfasste viele Maßnahmen: Verlängerung der Bahnsteige, neue Unterführungen und Haltestellen, Anpassungen an den Bahnhöfen, neue Umspannwerke, rund 1.500 Oberleitungsmasten, Erneuerung der Signalanlage und weitere Arbeiten mehr. Mit der Einführung des europäischen Zugsicherungssystems ETCS sowie des Kommunikationssystems GSM-R ist die Vinschger Bahn nicht nur vollständig in das europäische Eisenbahnnetz integriert, sondern erreiche auch ein deutlich höheres Sicherheitsniveau. Im Vinschgau stehe man laut Alfreider vor dem Abschluss „eines wirklich komplexen Eingriffs, der weit über eine reine Erneuerung hinausgeht.“ Die Gesamtinvestition bezifferte er mit rund 85 Millionen Euro. 

Landespresseamt

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