Im Bild (v.l.): Gustav, Roland, Felix, Richard, Walter, Jochen und Melanie.

Sehenswerte Ausstellung eröffnet

Trafoi - Das kleine Dorf Trafoi war einst als Ski-Mekka weitum bekannt. Die Skischule Trafoi wurde vor 80 Jahren gegründet. Sie ist eine der ältesten des Landes. Anlässlich des runden Jubiläums wurde am 9. März im Nationalparkhaus „naturatrafoi“ eine sehenswerte und interessante Sonderausstellung eröffnet, die noch bis zum Saisonsende besichtigt werden kann. Roland Angerer, der die Skischule seit 20 Jahren leitet, dankte allen, die am Zustandekommen der Ausstellung beigetragen haben. Dazu gehören vor allem Hans Thöni und Ilona Ortler. Sie haben viele Fotos und Unterlagen zusammengetragen, zum Teil auch aus Bozen und Innsbruck. An großen Schautafeln gewinnen die Besucher mit Hilfe alter Fotos sowie Texten von Hans Thöni nicht nur einen gediegenen Einblick in die Geschichte der Skischule, sondern auch in die Entwicklung des Skilaufs in Trafoi, die Errichtung der ersten Pisten, die bescheidenen Anfänge, die ersten Skirennen und die späteren Entwicklungen. Bereichert wird die Ausstellung mit zahlreichen historischen und teils einzigartigen Ski-Ausrüstungsgegenständen aus dem privaten „Skimuseum“ von Luis Weger aus Mals. Die Palette reicht von historischen Holzskiern und genagelten Schuhen über Bilgeri-Bindungen bis hin zu uralten Skihosen und ersten Mitteln zum „Waxln“. Der Skilauf in Trafoi hat laut Hans Thöni etwa um 1900 begonnen. Die ersten Skier bastelte Georg Thöni, der Großvater des weltbekannten Skirennläufers Gustav Thöni. Die ersten „richtigen“ Skier kamen 1907 mit dem Militär nach Trafoi. 1914 war eine Landesschützen-Abteilung in Trafoi stationiert. Die Landesschützen besaßen schon Skier aus Eschenholz mit Bilgeri-Bindungen. Nach 1918 blieben mehrere Paar Bilgeri-Skier in Trafoi zurück und damit begann laut Thöni die eigentliche Skigeschichte von Trafoi. Auch auf die Trafoier Skipioniere geht die Ausstellung ein. Die eigentlichen Wegbereiter des Skifahrens in Trafoi waren demnach die Buben vom Hotel „Schöne Aussicht“: Gustav Ortler (1944 in Polen gefallen) und Fritz Ortler (1909 - 1999). Die Trafoier waren schon bald als ausgezeichnete Skifahrer anerkannt. 1934 wurde der S.C. Trafoi gegründet. Erster Präsident war Gustav Ortler. Die Skischule wurde 1933/1934 inoffiziell von Gustav und Fritz Ortler ins Leben gerufen. Offiziell wurde die Skischule Trafoi und Sulden mit Hilfe eines Skilehrers aus dem Trentino gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es der Skipionier und herausragende Rennläufer aus Trafoi, Friedrich Thöni (1923 - 1961), der Vater von Roland Thöni, der den Skischulbetrieb wieder aufleben ließ. 1951 begann der Bau des Sesselliftes, der Furkelhütte und des Schlepplifts. Trafoi hatte nun seinen „Ski-Berg“ und wurde zum Ski-Mekka. Der Gründer der heutigen Skischule in Trafoi ist wiederum Friedrich Thöni, der die schwere Aufgabe einer Reorganisation der Skischule in die Hand nahm. Nach seinem Tod leiteten die Skilehrer Fritz Ortler, Karl Schöpf, Josef Angerer, Paul Wallnöfer, Herbert Wallnöfer und Ernst Angerer die Skischule. Seit 20 Jahren leitet ist Roland Angerer der Leiter. Grußworte und Glückwünsche zum Jubiläum überbrachten Franz Heinisch, Vizebürgermeister der Gemeinde Stilfs, sowie Lukas Wallnöfer, Präsident der Ferienregion Ortlergebiet. Auch Vertreter der Seilbahnen Sulden waren gekommen. Begrüßen konnte Roland Angerer auch die Skilegende Gustav Thöni. Thöni ist nach wie vor Mitglied der Skischule Trafoi. An der Eröffnung teilgenommen hat auch Greta Pinggera aus Laas, Naturbahnrodel-Weltmeisterin und Gewinnerin des Gesamtweltcups. Sepp
Josef Laner
Josef Laner

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