Walter und Lukas Tschenett beim Pflücken den Birnen im Palabirnanger in Schlanders.

So haben alle etwas davon

Publiziert in 29 / 2014 - Erschienen am 27. August 2014
Schlanders - In den vergangenen Jahren fielen die Früchte der 6 hochstämmigen Palabirnbäume im Palabirnanger in Schlanders einfach zu Boden, faulten und zogen jede Mende Ungeziefer an. Zumal der Anger ein öffentlicher Kinderspielplatz ist, kam es auch vor, dass spielende Kinder von herab fallenden Birnen getroffen wurden. Das kann heuer nicht mehr passieren, denn die Birnen wurden am vergangenen Wochenende von Walter Tschenett vom Tälerhof in Schluderns und seinem Sohn Lukas gepflückt. Auf diese Weise ist die Gemeinde einerseits die Birnen los und die Familie Tschenett kann die Früchte andererseits veredeln und vermarkten. Seit 10 Jahren widmet sich Walter Tschenett zusätzlich zu einem kleinen Obstbaubetrieb der Palabirne. Er stellt Palabirnen Mostarda her, Palabirnen Chutney, Palabirnen Mus, Trokenobst und weitere Produkte. Neu ist seit heuer das Vermieten von Palabirnbäumen. „Ich übernehme die Pflege und Hege der Bäume und der Pate holt die Früchte ab.“ Laut Tschenett kommt der Palabirne viel zu wenig Wertschätzung zu. Zusätzlich zum guten Geschmack sei diese Birnensorte auch sehr gesund. Der Spruch „wenn die Palabirnen reif sind, kann der Arzt in den Urlaub gehen“, komme nicht von ungefähr. Dass die vielen Birnen im Palabirnanger bisher nicht geerntet wurden, sondern einfach zu Boden fielen, hatte Walter ­Tschenett im der Vinschger gelesen. Die ­Palabirnbäume in Schluderns haben er und Lukas übrigens vor einiger Zeit gezählt. Demnach gibt es dort 187 Bäume, die zwischen 50 und 200 Jahre alt sind. Sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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