Erich Wallnöfer von der Liste „Für Glurns“ ist der neue Bürgermeister von Glurns.
Beat Wunderer, neues Ratsmitglieder von „Für Glurns“
Kurt Warger, neues Ratsmitglieder von „Für Glurns“
Rosa Pichler Prieth, neues Ratsmitglieder von „Für Glurns“
Heinz Riedl, neues Ratsmitglieder von „Für Glurns“
Valentin Eberhöfer, neues Ratsmitglieder von „Für Glurns“
Hans Josef Bayer, neues Ratsmitglieder von „Für Glurns“
Armin Windegger, Ratsmitglied der SVP
Naz Niederholzer, Ratsmitglied der SVP
Stefan Winkler, Ratsmitglied der SVP
Armin Bertagnolli, Ratsmitglied der SVP
Sara Fleischmann, Ratsmitglied der SVP

SVP muss Federn lassen

Erich Wallnöfer von der Liste „Für Glurns“ ist erneut Bürgermeister in Glurns. Auch im Gemeinderat erreicht „Für Glurns“ die Mehrheit.

Publiziert in 33-34 / 2021 - Erschienen am 12. Oktober 2021

Glurns - Klare Ergebnisse brachten die Gemeinderatswahlen in Glurns. Bei den Wahlen im September vor einem Jahr hatte sich der damalige Bürgermeisterkandidat der SVP, Luis Frank, noch mit knapper Mehrheit (52,4%) gegen Erich Wallnöfer, den BM-Kandidaten der Liste „Für Glurns“, durchsetzen können. Weil es im Gemeinderat aber mit je 6 Ratsmitgliedern der Liste „Für Glurns“ und der SVP zu einer Patt-Situation gekommen war, gelang es Luis Frank nicht, eine Mehrheit für die Bildung des Stadtrates zu erreichen. Nach einem Jahr kommissarischer Verwaltung haben die Wählerinnen und Wähler der Kleinstadt am 10. Oktober die Weichen für die künftige Gemeindepolitik neu gestellt. Die Wahlbeteiligung lag mit 60,8% etwas unter der Beteiligung vor einem Jahr (62,1%). Die SVP hat am 10. Oktober nicht nur den Bürgermeistersitz verloren, sondern landete auch im Gemeinderat in der Minderheit. Neuer Bürgermeister ist jetzt Erich Wallnöfer, der sich mit 253 Stimmen (59,1%) klar gegen den BM-Kandidaten der SVP, Armin Windegger, durchsetzte, der auf 175 Stimmen (40,9%) kam. Neben dem Bürgermeistersitz erreichte „Für Glurns“ auch die Mehrheit im Gemeinderat. Die Liste stellt jetzt zusammen mit dem neuen Bürgermeister und den 6 gewählten Ratsmitgliedern Beat Wunderer (159 Stimmen), Kurt Warger (149), Rosa Pichler Prieth (142), Heinz Riedl (114), Valentin Eberhöfer (114) und Hans Josef Bayer (99) insgesamt 7 Mandate. Die SVP ist im Rat nur mehr mit 5 Mitgliedern vertreten. Neben Armin Windegger sind dies Naz Niederholzer (154), Stefan Winkler (123), Armin Bertagnolli (109) und Sara Fleischmann (90). Der neue Bürgermeister führte das gute Abschneiden der Liste „Für Glurns“ am Tag nach der Wahl u.a. darauf zurück, „dass wir mit bürgernahen und ehrlichen Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen gegangen sind.“ Das ehrgeizige Programm, mit dem „Für Glurns“ angetreten sei und in dem auch einige Neuerungen und Veränderungen vorgesehen sind, „wollen wir jetzt natürlich Schritt für Schritt umsetzen.“ Was die Zusammenarbeit mit der SVP betrifft, „so werde ich demnächst das Gespräch mit den SVP-Vertretern suchen,“ sagte Wallnöfer dem der Vinschger. Erfahrungen auf gemeindepolitischer Ebene hat Erich Wallnöfer schon viele. Er war von 1990 bis 1995 Ratsmitglied, von 1995 bis 2000 Stadtrat und von 2000 bis 2015 Bürgermeister, und zwar immer für die SVP. Als wichtigste Ziele der Liste „Für Glurns“ hatte er beim „Wählerstammtisch mit Kandidatenvorstellung“ am 3. Oktober viele Punkte genannt: Transparenz, Berücksichtigung der Interessen der Bevölkerung, Fairness sowie gemeinsame Lösung für die Bewältigung der Verkehrsprobleme in Glurns. Als Neuheit kündigte er u.a. Überlegungen zum Projekt „Bondi-Stadel“ an: „Anstatt der Schaffung von Wohnungen ist ein großes Gemeinschaftsambulatorium für Ärzte, Therapeuten, Zahnarzt und Gesundheitsdienst anzudenken.“ Die Auftritte des Landeshauptmannes Arno Kompatscher und des SVP-Bezirksobmannes Albrecht Plangger bei der SVP-Wahlversammlung im Vorfeld der Wahlen hatten offensichtlich nicht das gebracht, was sich die SVP-Leute erhofft hatten. Worauf schon vor den Wahlen fast alle Kandidatinnen und Kandidaten beider Gruppierungen gepocht hatten, war ein stärkeres Miteinander in der Stadt und eine Zusammenarbeit zum Wohle aller. Ob sich das jetzt bewahrheitet, bleibt abzuwarten. Zumal die Patt-Situation ausgeräumt ist, dürfte dieses Mal die Bildung eines Stadtrates gelingen. In Vollzeit wird Erich Wallnöfer das Bürgermeisteramt übrigens nicht ausüben.

Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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