v.li. vorn Karl Leitner, Florian Zerzer, Uwe Roth, Peter Gasser, Elisabeth Ladinser, Peter Brunner, Klaus Bliem, Philipp Ferrara, Hanspeter Niederkofler; v.li. hinten Simon Ferrara, Roland Plank, Marion Auer, Hanspeter Staffler, Ines Visintainer, Patrizia Raffeiner, Verena Klara Spilker, Griseldis Dietl Foto: ©Linda Schwarz

Jahreshauptversammlung des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz – Große Vielfalt, wilde Ecke und ein gemeinsames Ziel

Am Freitag, 27. Februar fand in Bozen die Jahreshauptversammlung des Dachverbandes- für Natur- und Umweltschutz mit einem reichhaltigen Programm statt. Neben den zahlreichen Delegierten des Dachverbandes spielten der Festredner Don Paolo Renner, das Lyrikkollektiv„Wilde Stille“, der Präsident von CIPRA International Uwe Roth und Landesrat Peter Brunner Hauptrollen. Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und NGOs rundeten das stimmige Bild ab.

- In ihrer Begrüßungsrede mahnte die Vorsitzende des Dachverbandes, Elisabeth Ladinser, die Landesregierung zu mehr Mut und Eile bei der Umsetzung der großen anstehenden Vorhaben. Frau Ladinser unterstrich zum wiederholten Male die dringende Notwendigkeit eines Landesklimagesetzes und forderte im Namen der aus rund 50 Organisationen bestehenden Plattform „Klimagesetz jetzt!“ einen partizipativen und gut moderierten Prozess, an dem der Dachverband und die Plattform mitarbeiten wollen. Landesrat Peter Brunner ging in seinen Grußworten auf die Forderungen des Dachverbandes ein und versicherte, dass die Vorarbeiten zum Landesklimagesetzes bereits im Gange seien. In den nächsten Tagen würden der Dachverband und die Plattform über die geplante Vorgehensweise informiert. Der Landesrat überbrachte auch gute Nachrichten zum Thema „Vogelfreundliches Bauen mit Glas“,indem er ankündigte, dass ein entsprechendes Gesetz auf dem Weg sei. Dachverband, Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz sowie Naturtreff Eisvogel lancierten im Jahr 2025 in Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesämtern landesweit Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema Tödlicher Vogelschlag an Glasfassaden, die von sehr vielen Planer:innen besucht wurden. Eine gesetzliche Regelung der Materie hat in Südtirol bisher gefehlt. Höhepunkt der Jahreshauptversammlung war die Festrede von Don Paolo Renner, der ausgehend vom Heiligen Franziskus, die achtsame und rücksichtsvolle Entwicklung unserer Welt als fundamentalen Teil der christlichen Religion einordnete. Dabei plädierte Don Paolo im Sinne des Heiligen Franziskus für die Großzügigkeit, in jedem Garten, in jeder Obst- und Futterwiese eine wilde Ecke für wildlebende Tiere und Pflanzen zu belassen. Alle Grundeigentümer können somit einen echten Beitrag zur Rettung der Artenvielfalt leisten. Apropos Vielfalt: Die Jahreshauptversammlung zeigte auf, wie vielseitig und kompetent die Mitgliedsvereine des Dachverbandes sind. Von A wie Alpenverein bis zu V wie Vereinigung Südtiroler Biologen haben sich 29 Organisationen dem Dachverband angeschlossen, wobei jede Mitgliedsorganisation einen eigenen fachlichen Schwerpunkt hat. „Das Schöne am Dachverband ist einerseits die große Vielfalt und andererseits das gemeinsame Ziel, den Zustand der Natur zu verbessern“, brachte eine Teilnehmerin die Stimmung auf den Punkt. Krönender Abschluss der Jahreshauptversammlung war eine feinfühlige poetische Einlage vom Lyrikkollektiv „Wilde Stille“, welche die Herzen so mancher Teilnehmer:innen höherschlagen ließ.

Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol

Zum Newsarchiv

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.