Zum Schutz der Marmorierten Forelle
Landesamt für Wildtiermanagement bringt Eimaterial zur Bestandsstützung der heimischen Marmorierten Forelle in Südtirols Bäche ein - Eimaterial aus Eigenproduktion des Aquatischen Artenschutzzentrums
- Das Landesamt für Wildtiermanagement hat im Jänner in Zusammenarbeit mit dem Aquatischen Artenschutzzentrum sowie mehreren Fischereivereinen insgesamt rund 193.000 Eier der geschützten Marmorierten Forelle in die Hauptflüsse Südtirols und ausgewählte Zubringer eingebracht. "Mit dieser seit Jahren durchgeführten ökologischenMaßnahme werden die Bestände der einzigen in Südtirol heimischen Forellenart gezielt gestützt", unterstreicht Landesforstdirektor Günther Unterthiner. "Die Marmorierte Forelle ist eine für Südtirol ökologisch und kulturell bedeutsame Fischart", weist Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher hin und betont: "Deshalb unterstützen wir gezielt Projekte und Maßnahmen, die die langfristige Stabilität der Bestände fördern.“ "Für die Gewinnung des Eimaterials werden jährlich wildlebende Marmorierte Forellen gefangen, um einen Reproduktorenbestand aufzubauen", berichtet Hannes Grund vom Landesamt für Wildtiermanagement: "Alle für die Eigewinnung herangezogenen Elterntiere werden im Rahmen des Projekts MarmoGen von der Stiftung Edmund Mach in San Michele genetisch untersucht, um eine Vermischung mit der Bachforelle auszuschließen." Das eingebrachte Eimaterial stammt überwiegend aus der Eigenproduktion der Brutanstalten des Aquatischen Artenschutzzentrums, des Fischereivereins Bozen sowie des FischereivereinsEisacktal. An Gewässerabschnitten mit geringem natürlichem Laichsubstrat wurde im Vorfeld gezielt Kies eingebracht, um künstliche Laichstellen zu schaffen. Insgesamt wurden in diesem Winter 35 Kubikmeter Schotter in die Gewässer eingebracht. Die Mitarbeiter des Landesamtes für Wildtiermanagement haben die Eier in loser Form auf geeigneten Schotterbänken ausgebracht, durch die Strömung verteilen sie sich über die gesamte Kiesfläche und verbleiben im Lückensystem des Substrats. Nach wenigen Tagen schlüpfen daraus sogenannte Brütlinge, die bei geeigneten Bedingungen direkt im Gewässer heranwachsen. Ein weiterer Teil des in den verschiedenen Brutanstalten vorhandenen Eimaterials wird dort zu Jungfischen herangezogen. Diese werden dann in verschiedenen Entwicklungsstadien bis in den spätestens Herbst in die jeweiligen Gewässer eingebracht.
LPA/mac