Landeshauptmann Arno Kompatscher
Landtagspräsident Sepp Noggler
Hansjörg Trafoier
Präsidenten, Geschäftsführer und zahlreiche Mitarbeiter der Skigebiete feierten Jubiläum.
Der Vorstand der Ortler Skiarena: Franz Holzknecht (Geschäftsführer Skigebiet Schwemmalm), Albert Hochkofler (Präsident Skigebiet Reinswald), Sonja Pircher (Präsidentin Skigebiet Meran 2000), Erich Pfeifer (Präsident OSA und Präsident der Seilbahnen Sulden), Christian Maas (Vizepräsident Schöneben), OSA-Geschäftsführer Fritz Raffeiner und Elmar Pichler Rolle (Schnalstaler Gletscherbahnen).

40-jährige Erfolgsgeschichte

15 Skigebiete, 3 Länder, abgebaute Kirchtürme: Die Ortler Skiarena feiert Jubiläum.

Publiziert in 40 / 2019 - Erschienen am 19. November 2019

FORST - „Zusammen sind wir stärker“, betonte Erich Pfeifer, der Präsident der Ortler Skiarena kürzlich im „Braustüberl“ der Brauerei Forst. Dort feierte die Interessensgemeinschaft der Ortler Skiarena ihr 40-jähriges Jubiläum. Ausgegangen war der Skiverbund vom Westen des Landes, 11 Skigebiete hatten sich 1979 zusammengeschlossen. Die Idee lehnte sich an jener des „Dolomiti Superski“ an. Erster Präsident der Skiarena war Leo Gurschler. „Seitdem wurden viele Kirchtürme abgebaut“, freute sich Pfeifer. Das Ziel sei es seit jeher gewesen, durch Zusammenschlüsse eine starke Gemeinschaft zu bilden und sich optimal nach außen zu positionieren. „Das ist uns gelungen. Wir können hier von einer Erfolgsgeschichte sprechen“, so Pfeifer. Mittlerweile gehören nicht ausschließlich Vinschger bzw. westliche Skigebiete dem Kartenverbund an, sondern 15 Skigebiete in ganz Südtirol und darüber hinaus.

Aufwertung ganzer Täler

„Die Skigebiete werten ganze Talgemeinschaften auf. Dabei tun sich insbesondere die kleinen Gebiete nicht immer leicht. Es wäre jedoch für Täler verheerend, wenn kleine Skigebiete zusperren müssten. Die finanzielle Unterstützung seitens des Landes ist deshalb von großer Bedeutung“, betonte Pfeifer. Der Suldner, der seit 1997 als Präsident der Ortler Skiarena (OSA) agiert, nannte auch einige beeindruckende Zahlen. Wurden in der Wintersaison 2014/2015 noch 6.500 Saisonkarten verkauft, waren es 2018/2019 bereits rund 10.000. „Eine jährliche Steigerung von etwa 10 Prozent in den vergangenen Jahren spricht für sich“, so Pfeifer. Die Interessensgemeinschaft verfüge über einen bescheidenen Haushalt, rund 65 Prozent davon werden für Werbung verwendet. Zur Ortler Skiarena gehören zur aktuellen Wintersaison die Skigebiete Schöneben-Haideralm, Watles, Sulden, Trafoi, Schnalstal, Schwemmalm, Meran 2000, Pfelders, Vigiljoch, Rittner Horn, Rosskopf, Ladurns und Reinswald sowie das Skigebiet Minschuns im Val Müstair in der Schweiz und das Skigebiet Nauders an der Grenze am Reschenpass.

Familien- und jugendfreundlich

Vor allem konzentriere man sich auf die einheimische Bevölkerung als Zielgruppe, insbesondere Jugendliche und Familien. Da sich Südtirol als Skiland bezeichne müsse es gelingen, die Einheimischen auf die Pisten zu locken. „Zurzeit gibt es wenig Zuwachs im Skibereich. Deshalb gilt es, den Fokus auf die Jugend zu setzen“, betonte Pfeier. Unter anderem durch Sonderangebote für die Jugend und Gratis-Skipässe für Kinder unter acht Jahren wolle man Akzente für die Zukunft setzen. Auch die gastronomischen Angebote seien familienfreundlich was die Preise betrifft. „Wir tragen dazu bei, dass Südtirol ein Skiland ist und bleibt“, sagte der Präsident der Ortler Skiarena. Insgesamt bieten die 15 Skigebiete in der Ortler Skiarena rund 400 Pistenkilometer. Viel Lob gab es unter anderem auch von Seiten des Landtagspräsidenten Sepp Noggler. Der Malser, der selbst am Watles das Skifahren erlernt hatte, betonte: „An eine solch erfolgreiche Entwicklung hätte früher kaum jemand gedacht“.

„Mutige Schritte“

Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher war gekommen, um die Interessensgemeinschaft der Ortler Skiarena zu beglückwünschen. „Im Gegensatz zu anderen habt ihr mutige Schritte gemacht“, sagte Kompatscher und meinte damit unter anderem die Initiative, Kindern kostenlos Skipässe zur Verfügung zu stellen. „Das ist eine Investition in die Zukunft“, betonte der Landeshauptmann. Er unterstrich auch die gute Zusammenarbeit zwischen OSA und Land. „Ihr habt immer das große Ganze im Blick“, lobte Kompatscher. Der Westen sei auf einem guten Weg. Ein Gründungsmitglied der Ortler Skiarena, Hansjörg Trafoier, blickte auf die Anfänge zurück. „Man wollte einen Gegenpol zum Dolomiti Superski schaffen“, sagte Trafoier, der damals für das Skigebiet Ulten arbeitete. Den Namen Ortler Skiarena habe man daher gewählt, „weil der Ortler ein Anziehungspunkt und weitum bekannt ist“, so Trafoier. Heute sei die Ortler Skiarena eines der attraktivsten Angebote für Einheimische und Familien. Dem pflichtete auch Landesrat Daniel Alfreider zu. „Ihr leistet Großartiges, auch für die Täler. Es braucht diese Wirtschaftskraft um die Menschen in der Peripherie zu halten“, betonte Alfreider.

Spende übergeben

Nicht zuletzt haben die heimischen Skigebiete auch Top-Sportler hervorgebracht. „Mit Gustav Thöni und Dominik Paris hat das Gebiet der Ortler Skiarena zwei der besten Skifahrer herausgebracht“, merkte Pfeifer an. Als Zeichen der Anerkennung und um die Bedeutung des Sports hierzulande herauszustreichen, wurde im Rahmen der Jubiläumsfeier eine Spende von rund 10.000 Euro an das Referat für Behindertensport im VSS (Verband der Sportvereine Südtirols) überreicht. VSS-Obmann Günther Andergassen und der für den Behindertensport zuständige Markus Kompatscher bedankten sich für die großzügige Spende.

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.