Hubert Pilser (links) und Leopold Horrer wurden in Boston mit der „Six Star Medal“ ausgezeichnet.
Hubert Pilser beim Marathon in Tokyo.
Leopold Horrer beim Marathon in Chicago.

Die ersten Vinschger „Six Star Medal“-Träger

Leopold Horrer und Hubert Pilser haben die 6 prestigeträchtigsten Marathonläufe der Welt erfolgreich bewältigt.

Publiziert in 9 / 2026 - Erschienen am 5. Mai 2026

Laas/Schlanders - Das Marathonlaufen gehört für Leopold Horrer aus Laas und Hubert Pilser aus Schlanders, beide Jahrgang 1962, seit vielen Jahren zu ihrer Lebensphilosophie bzw. ihrem Lebensinhalt. Einen besonderen Höhepunkt ihrer Laufkarriere erlebten sie am 20. April beim Boston-Marathon 2026 im US-Bundesstaat Massachusetts. Zusammen mit dem Marathon in Boston haben sie an allen 6 prestigeträchtigsten Marathons der Welt teilgenommen und wurden somit mit der begehrten Auszeichnung „Six Star Medal“ gehrt. Diese besondere Medaille erhalten nur Läufer und Läuferinnen, die an allen 6 Marathons – egal, in welchem Jahr – in Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York teilgenommen haben. Vergeben wird die Auszeichnung von der „Abbott World Marathon Majors“, kurz WMM. Zusätzlich zur begehrten „Six Star Medal“ konnten Leopold und Hubert in Boston auch ein Diplom mit der Auflistung aller Marathons, die sie gelaufen sind, entgegennehmen. Neu hinzu gekommen ist bei der WMM mittlerweile der Sydney-Marathon. Zwei weitere Läufe (Südafrika und Shanghai) sollen folgen. Um die „Six Star Medal“ in Boston zu erhalten, mussten im Vorfeld bestimmte Qualifikationszeiten nachgewiesen werden. Insgesamt ziehen die 6 Marathons in Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York jährlich über 200.000 Läufer und Läuferinnen aus 190 Ländern an. Leopold Horrer und Hubert Pilser sind die ersten Vinschger, die die Sechser-Serie erfolgreich beendet haben. Hubert benötige für die 6 Läufe insgesamt 21 Stunden und 17 Minuten. Das entspricht pro Marathon durchschnittlich 3 Stunden und 32 Minuten. Leopold, mit seiner besten Marathonzeit von 3 Stunden und 5 Minuten, in Berlin, kommt auf eine Gesamtzeit von 21 Stunden und 42 Minuten, was einen Durchschnitt von 3 Stunden und 37 Minuten ergibt. Die Eindrücke, mit denen die zwei Vinschger aus Boston zurückgekehrt sind, werden ihnen für immer in Erinnerung bleiben. Zu den Besonderheiten des Laufs in Boston zählt neben seinem hügeligen Kurs der Umstand, dass er immer am „Patriots’ Day“ ausgetragen wird. Der „Patriots’ Day“ ist ein staatlicher Feiertag in den Bundesstaaten Massachusetts, Wisconsin und Maine. Er ist seit 1969 auf den dritten Montag im April festgelegt. „Jeder Marathon ist auf seine Art einzigartig, aber gemeinsam haben alle, dass jeweils die ganze Stadt mit den Läuferinnen und Läufern mitfiebert und mitfeiert“, erzählt Hubert. Zum Thema Marathonlaufen hält der ehemalige Physiotherapeut fest, dass es vor allem auf Fleiß und Disziplin sowie auf Ausdauer ankommt. Man dürfe von sich und seinem Köper nicht zu viel abverlangen und müsse sich entsprechend vorbereiten bzw. ausreichend trainieren. „Dass man einen Marathon am Tag danach spürt, ist normal, aber wenn man kaum noch imstande ist, über eine Treppe hinunterzugehen, ist das eindeutig zu viel des Guten.“

Josef Laner
Josef Laner

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