Daniel Jung auf der Vermoispitze.
Daniel Jung bezwang den Höhenweg.

Die Hausberge und den Höhenweg erobert 

Publiziert in 21 / 2020 - Erschienen am 18. Juni 2020

Naturns/Latsch - Dieses Projekt hatte der Naturnser Extremsportler Daniel Jung „schon lange im Hinterkopf“, wie er betont. Der 36-Jährige wollte den Naturnser Hausberg, die 2.951 Meter hohe Kirchbachspitze, sowie den Latscher Hausberg, die 2.929 Meter hohe Vermoispitze, an einem Tag erklimmen. „Da ich in Latsch aufgewachsen bin und sei mittlerweile elf Jahren in Naturns lebe“, erklärt er. Kürzlich war es so weit:  41,5 Kilometer mit 4.900 Höhenmeter hinauf und etwa 4.800 Höhenmeter abwärts standen auf dem Programm. Von Naturns ging es aufs Kirchbachkreuz, wieder runter und anschließend über Staben, Juval, Tschars und Trumsberg hinauf auf die Vermoispitze und von dort wieder runter nach Latsch. Dafür benötigte Jung insgesamt 7 Stunden und 52 Minuten. „Ich habe mich ohne Druck der Herausforderung gestellt und den Tag sehr genossen. Für mich stand nicht die Zeit im Vordergrund, sondern ein tolles Erlebnis“, so Daniel Jung. Ein weiteres Projekt stand kürzlich mit „der höchsten Linie zwischen Naturns und Latsch“ an. Von Naturns über das Tscharser Wetterkreuz, die Trumserspitze, die Grubenspitze, die Vermoispitze, die Graue Wand und den Zerminiger ging es nach Latsch. Die 38,8 Kilometer und 3.405 Höhenmeter bewältigte Jung in 6 Stunden 31 Minuten – und dies entlang eines technisch anspruchsvollen Grats. 

Mit Rekordzeit den Höhenweg bezwungen

Nur kurze Zeit später widmete sich der Naturnser einem neuen Projekt: Den Vinschger Höhenweg in Rekordzeit zu laufen. Nachdem er beim ersten Versuch mit dem Burggräfler Andreas Reiterer aufgrund von Magenproblemen aufgeben musste, wagte er am 9. Juni einen weiteren Versuch. „Ich konnte es nicht auf mir sitzen lassen“, lachte Jung. Für die 105 Kilometer und mehr als 4.000 Höhenmetern benötigte der Naturns weniger als 11:00.36 Stunden und unterbot somit den Rekord von 11:31 Stunden, den Reiterer aufgestellt hatte. 

Jung wolle sich in den nächsten Wochen und Monaten ohnehin vermehrt auf solche speziellen Projekte konzentrieren. „Und mir ständig neue Herausforderungen suchen“, betont er. Dies solle die Motivation fördern. Wettkämpfe werden aufgrund der Coronavirus-Krise in nächster Zeit hingegen keine stattfinden. 

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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