Die Vertreter des Südtiroler Sportschützenverbandes (v.l.) mit Gastgeber Valentin Grüner, Ehrengast Luis Durnwalder, BM Karl Josef Rainer, Fahnenabordnung Hubert Oberhofer, Karl Rainer und Alois Rainer, Ehrenmitglied Oswald Dissertori, Schießsportleiter Heinz Unterholzer, Andreas Wimmer, Norbert Spitaler, Hermann Tragust und Engelbert Zelger.
Konzentriert beim Ehrenschuss Luis Durnwalder (im Vordergrund), entspannt daneben August Tappeiner.
Treffpunkt „Höhen-Schießstand“ Schnals mit (v.l.) Stefan und Carmen Fersch, Luis Durnwalder, Wolfram Gapp und Kurt Hefter.
Valentin Grüner überreichte die Ehren-Urkunde an Hermann Tragust (rechts).
Zu Hofers Zeiten undenkbar: die von Andreas Wimmer entworfene Bayerisch-Südtiroler Fahnenkombination.

„Dieses Sommerschießen tut richtig gut“ 

Dies stellte Oberschützenmeister Valentin Grüner bei der Eröffnung der 68. Ausgabe fest.

Publiziert in 13 / 2022 - Erschienen am 19. Juli 2022

Unser Frau in Schnals - Das 68. Schnalser Sommerschießen war „was B’sundres“. Nicht nur, weil es das Ende der Covid-Zwangspause bedeutete, es war auch ein Gedenken an den verunglückten Michael Götsch und stand für Freundschaften über Landesgrenzen hinaus. Oberschützenmeister Valentin Grüner eröffnete die Feier mit der Begrüßung von Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder und Bürgermeister Karl Josef Rainer. Er erinnerte an die Gestaltung der Schützenmesse mit Pfarrer Franz Messner und bat um einen gemeinsamen Willkommensapplaus für die vielen Ehrengäste aus den Reihen des Südtiroler Sportschützenverbandes, aus Tirol, aus Bayern und für die Abordnung der Carabinieri, angeführt von ihrem höchsten Vertreter im Vinschgau, Hauptmann Marco Issenmann aus Schlanders. Grüner erinnerte an zwei weitere Besonderheiten des Sommerschießens: an die „schwindelfreie“ musikalische Umrahmung durch die Musikkapelle Katharinaberg, dirigiert von Charlotte Rainer, und an die „Schnalser Böllerbuben“, die traditionell den krachenden Abschluss der Eröffnungsfeier gestalten. Auch Bürgermeister Karl Josef Rainer bemühte sich, das Schnalser Sommerschießen als etwas Einmaliges darzustellen. „Wir bitten die Presse, den höchsten Schießstand Südtirols und die attraktive Kapellmeisterin mit ihren Musikantinnen und Musikanten am Abgrund zu notieren.“ Der höchste Sportschütze im Land, Landesoberschützenmeister August Tappeiner, ging auf das konkrete Innenleben des Südtiroler Sportschützenverbandes ein. Er dankte Oberschützenmeister Grüner für die Koordination der Traditionsschießen und dessen Sohn Kilian für die Arbeit als Landesjugendleiter. Er rief zu einer Gedenkminute für Michael Götsch auf und bezeichnete dessen Unfalltod am 25. April als Schock für den Sportschützenverband. Die Gilde Schnals überreichte der Witwe Erika einen Blumengruß. Dem Gedenken folgten zwei besondere Ehrungen. Nach der „Laudatio“ durch den ehemaligen UITS-Präsident Ernfried Obrist erhielt Hermann Tragust aus Tschars „Das Große Ehrenabzeichen in Anerkennung seiner langjährigen Tätigkeit als Präsident des Landeskomitees des nationalen Sportschützenverbandes UITS zur Förderung des Schießsportes in Südtirol“. Für freundschaftliche Beziehungen zu Südtirol und für zahlreiche Teilnahmen an Freischießen südlich des Brenners erhielt der Chiemgauer Andreas Wimmer „die Silberne Ehrennadel“. Beifall brandete auf, als Wimmer seine Sympathie mit dem gleichnamigen Tiroler Nationalheld Andreas Hofer bekundete und einhändig die Kiste eines bekannten, bayerischen Nationalgetränks überreichte. Es folgten Grußworte des Südtiroler UITS-Vertreters Engelbert Zelger aus Auer, des Obmannes der Raiffeisenkasse Untervinschgau Wolfram Gapp aus Naturns, des Tiroler Landesschützenmeisters Andreas Hauser und des stellvertretenden Bezirksschützenmeister Oberbayern, Stefan Fersch. Den wortgewaltigen und episodenreichen Abschluss der Festreden gestaltete Alt-Landeshauptmann Durnwalder, indem er feststellte: „Es ist nicht nur wichtig, das Schwarze zu treffen, sondern, dass man Freunde trifft und Freundschaften aufrecht hält. Wir sind nur kurze Zeit auf dieser Welt und daher sollten wir sie so gestalten, dass wir uns wohl fühlen, dass wir miteinander auskommen. Wir sollten sagen können, es war eine kurze, aber eine schöne Zeit.“ Mit der Tiroler Landeshymne und mit Böllerkrachen endete die Eröffnungsfeier. Das 68. Sommerschießen endet nach 12 Schießtagen am Sonntag, 7. August.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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