Hochbetrieb auf dem Reschensee
Alle sind begeistert von den Windverhältnissen.
Reschen - Am Reschensee herrschte am 18. und 19. Juli Hochbetrieb. Zum siebten Mal war der Stausee eine Etappe des Soling-Alpencups. Gleichzeitig wurde zum dritten Mal die internationale Turmregatta „Longtze Alps Trophy“ ausgetragen. Insgesamt 25 Boote aus sechs Ländern, darunter erstmals eines auch aus Frankreich, waren im Einsatz. 15 Boote starteten in der Soling-Klasse, fünf davon vom Segelverein Reschensee, und zehn in der Longtze-Klasse, davon eins vom lokalen Segelverein. Am Samstag gab es besondere Windverhältnisse, von Leichtwind bis Starkwind. Am Sonntag herrschten sehr gute Windverhältnisse für die Segler mit Starkwind bis zu 30 Knoten. Sechs Wettfahrten wurden in der Soling-Klasse gesegelt, drei am Samstag und drei am Sonntag, in der Longtze-Klasse hingegen standen an beiden Tagen sieben Wettfahrten an. „Das bringt glückliche Teilnehmer, die Elite der Klassen Longtze und Soling wollen wiederkommen. Allen war die Anstrengung am Sonntagnachmittag anzusehen. Die Soling-Klasse hat sich sogar für eine Soling-EM 2028 am Reschensee ausgesprochen, was für uns eine große Ehre ist“, berichtet der Sekretär des Segelvereins Reschensee, Christoph Koch. Die Teams des Segelvereins Reschensee haben sich sehr gut geschlagen. Sie konnten in den sechs Wettfahrten der Soling-Klasse, ebenso das Boot von Dominique Thurnherr in den sieben Wettfahrten der Longtze-Klasse, sehr gute Ergebnisse einfahren und rücken dem Feld der internationalen Teams sehr nahe. „Vor 10 Jahren wurden wir noch überrundet“, erinnert sich der Vereinspräsident Arnold Ortler. „Heute sind wir respektierte Teilnehmer im hochkarätig besetzten Regattafeld mit Topseglern aus vielen Nationen.“ Organisatorisch habe ebenfalls alles bestens geklappt.
Belebt wie selten
Der Reschensee war belebt wie selten, 25 Drei- und Vier-Mann/Frau-Boote plus Boote für die Rettung und Regatta-Komitees haben für ein energiegeladenes Bild während der Regatta und für eine echte Hafenstimmung in Reschen gesorgt. In der Soling-Klasse konnte sich zum zweiten Mal nach 2023 der Skipper Christian Spiessberger mit dem Boot „Phönix“ und seiner Crew durchsetzen. Der Österreicher, der sich erst drei Wochen vorher am Wolfgangsee zum österreichischen Soling-Staatsmeister gekürt hat, überquerte bei sechs Wettfahrten fünf Mal die Ziellinie als Erster und belegte einmal Platz drei. Zweiter wurde das Team des Deutschen Christian Mack vor seinem Landsmann Michael Dietzel, der 2024 mit seiner Crew die Soling-Regatta am Reschensee gewonnen hat und im Vorjahr Platz zwei belegt hat.
Das bestplatzierte Team vom Segelverein Reschensee war das Boot Claudia Augusta II von Christoph Koch aus Naturns mit seinen 13-jährigen Söhnen, den Zwillingen Jakob und Josef Koch, als Zehnte. Bei der sechsten und letzten Wettfahrt konnten sie sogar den tollen fünften Platz belegen. Jakob und Josef Koch, die schon zum vierten Mal im Boot Claudia Augusta II bei der Reschensee-Regatta mitgesegelt sind, das erste Mal im Alter von zehn Jahren, sind weltweit die jüngsten Soling-Segler. „Begonnen haben sie mit dem Segelsport schon in früher Kindheit“, sagt ihr Vater Christoph Koch. In der Longtze-Klasse konnte sich gleich bei seinem ersten Start am Reschensee der Schweizer Jarno Wieland mit seiner Crew vor dem Team seines Landsmannes Beat Frank, der wie im Vorjahr Platz zwei belegte, und der Truppe des Deutschen Thomas Begher durchsetzen. Achter wurde das Boot des Segelvereins Reschensee mit Dominique Thurnherr als Skipper sowie Roman Thurnherr, Iris Thurnherr und Tim Galluser als Crew-Mitglieder.