Bei der Eröffnung (v.l.): Heinrich Noggler, Deborah Zanzotti, Lukas Wielander, Fabian Oberhofer und Arno Kompatscher
Wo lässt es sich besser „chillen“?

Landesweites Unikum

Die neue Kitestation in Graun spricht vor allem junge Menschen an.

Publiziert in 32-33 / 2020 - Erschienen am 24. September 2020

Graun - Mit dem Bau der Kitestation am Ufer des Reschensees in Graun ist es nicht nur gelungen, eine ansprechende und funktionelle Heimstätte für die vielen Kitesurfer und Snowkiter aus nah und fern zu schaffen, sondern auch eine landesweit einzigartige Struktur, die vor allem junge Menschen anzieht. „Mit dieser innovativen, ästhetisch schönen und insgesamt gut gelungenen Kitestation habt ihr euch selbst das schönste Geschenk gemacht“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher am 12. September bei der offiziellen Eröffnung der Kitestation. Er bezog sich dabei in erster Linie auf den Architekten Lukas Wielander und seinen Mitstreiter Fabian Oberhofer, für die nach jahrelangem Einsatz ein Traum in Erfüllung gegangen ist. Auch Bürgermeister Heinrich Noggler, der auf die Entstehung und den Bau der Struktur zurückblickte, hob den Enthusiasmus und die Begeisterung von Lukas und Fabian hervor. Erst unlängst habe er sie noch dabei „ertappt“, wie sie an der Station mit Pinsel und Farbe zu Werke gingen. Erfreut gab sich Noggler auch darüber, dass das Areal, auf dem die Kitestation steht, vor wenigen Wochen von der Alperia in das Eigentum der Gemeinde übergegangen ist. Laut dem scheidenden Bürgermeister sollen die Kitestation, die u.a. Räume für die Kiteschulen, Umkleidekabinen und einen Servicebereich beherbergt, und das Areal im Freien, für die gesamte Bevölkerung zu einem offenen Treffpunkt werden. Auch mit einer großen Terrasse besticht die Anlage und mit Netzen, in denen man über dem Wasser schweben kann. Deborah Zanzotti, die Präsidentin des Tourismusvereines, sprach von einem weiteren Meilenstein für den Tourismus im Oberland. Die Kitestation (siehe auch der Vinschger Nr. 31/2020) sei ein landesweites Unikum. Nachahmer seien nicht zu befürchten, „denn nirgendwo sonst in Südtirol gibt es derart perfekte Windverhältnisse und eine so prächtige Seenlandschaft.“ Vor allem für junge Menschen sei die Kitestation ein weitum einzigartiges Angebot, im Sommer wie im Winter. Die Gesamtkosten der Anlage wurden mit ca. 730.000 Euro beziffert. Mitgeholfen haben das Land, wobei sich vor allem Landesrat Arnold Schuler für eine großzügige Mitfinanzierung eingesetzt hatte, die Gemeinde und der Tourismusverein, sprich die Mitgliedsbetriebe. Nicht zu vergessen sind auch die erhebliche Eigenleistung des Adrenalina Kitesurfclubs und das Darlehen in Höhe von 80.000 Euro, das der Verein für die Mitfinanzierung der Kitestation aufgenommen hat. Wie Fabian Oberhofer nicht ohne Stolz mitteilte, ist die Zahl der Vereinsmitglieder von 15 bei der Vereinsgründung vor 20 Jahren auf mittlerweile rund 450 aktive Mitglieder angewachsen. Im Anschluss an die offizielle Eröffnung konnte die Kitestation besichtigt werden. Auch die rege Vereinstätigkeit wurde vorgestellt. 

Josef Laner
Josef Laner

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.