Das Trainerteam des „Vola in estate“-Camp in Mals (von links) mit Tonni Zhou (Mals), Patrizia Cataldo (Sizilien), Maria Stecher (Mals), Megumi Sonode (Japan), Tom Scholz, aus Deutschland - Coach in Mals, Roy Mulder, Holland - Chef-Coach in Mals, Faizan Aslam (Iran), Fabio Morino, Acquiterme - Fed. Italiana Badminton, Claudia Nista (Mals), Maria Grazia Italiano (Sizilien) und Enrico La Rosa (Rom).
Anna Sofie De March bei den U 19 Europameisterschaften in Belgrad
Judith Mair und Martina Corsini in Aktion bei der Weltmeisterschaft in Tokyo

Malser bespielen den halben Globus

Was hatten Mals, Belgrad, Jakarta und Tokyo gemeinsam? 

Publiziert in 16 / 2022 - Erschienen am 13. September 2022

Mals - Die Antwort: Während man in Mals „in den Sommer flog“, versuchten Luca Zhou und Anna Sofie De March in Serbiens Hauptstadt den besten Juniorinnen und Junioren Europas die Stirn zu bieten. In derselben Woche stand zum ersten Mal mit Judith Mair eine Malserin auf einem weltmeisterlichen Spielfeld am „Ende der Welt“. Tokyo lag im Atlas der Grundschule ja immer am äußersten Rand der Landkarte. Für die 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am traditionellen Badminton-Camp „Vola in Estate“ war Mals eine Woche lang der gesellschaftliche und geographische Mittelpunkt. Und den gestaltete man derart abwechslungsreich, dass es auf allen Seiten – von Sizilien bis nach Mitteldeutschland – nur begeistertes Mitmachen gab. Die 70 Teilnehmer waren in vier Gruppen eingeteilt und ein Staff von 12 Coaches stand den Athleten beim Badminton-Training in der Halle zur Verfügung. Programmiert wurde das Training von „Head Coach“ Roy Mulder und involviert waren Trainer aus Iran, Japan, Italien, Deutschland und Mals. Auch den Übungsleitern für die Zusatzaktivitäten - allen voran Valentin Piffrader als Mentalcoach, Tobias Lechthaler als Konditionstrainer und Maria Stecher als akro(batische) Yoga-Lehrerin – ging die Arbeit nie aus. Das sportliche Angebot haben die Sponsoren wirkungsvoll versüßt. So gab es jeden Tag frische Vinschger Äpfel, Loacker-Naschereien, Mila-Drinks und –Yoghurts. VION - der Vinschger Stromerzeuger und Hauptsponsor fürs Camp - sorgte wieder für „mega coole Leibchen“. Neu in diesem Jahr waren die Freizeitbeschäftigung Schwimmen und das attraktive Exkursions-Angebot von Sektionsleiter Stefan De March. 

Malser in der Welt

Während man in Mals müde, aber glücklich die Tage ausklingen ließ, versuchten Nationalcoach U-19 Czaba Hamza und Betreuer Jacopo Landi in Belgrad die Motivation der Spielerinnen und Spieler hoch zu halten und aus Fehlern zu lernen. Zur Junioren-Nationalmannschaft gehörten vom ASV Mals Anna Sofie De March und Luca Zhou. Beide waren mit Erwartungen angereist, sahen sich aber mit ihren Partnern im Doppel und Mixed glücklos den Spaniern und Niederländern gegenüber. Nur gegen Israel gelang ein 3:2-Sieg. Trotzdem – und das wirft ein überaus positives Licht auf Anna Sofie – zog sie eine positive Bilanz. Auch wenn der Bus eine Panne hatte und die späte Heimreise zu einer „Brechpartie“ führte, die Malserin schätzte vor allem die gute Stimmung in der Nationalmann- und –frauschaft. Unzählige Längengrade weiter im Osten, genauer in Indonesiens Hauptstadt Jakarta, unterzog sich Judith Mair mit Teamkollegen der Nationalmannschaft einer harten Vorbereitungskur auf die Weltmeisterschaften. Zusammen mit Partnerin Martina Corsini und Coach Wisnu Putro flogen sie dann direkt zu den Meisterschaften nach Tokyo, in Japans Hauptstadt. Hinter und vor sich hatten sie ein mehrfaches Ringen gegen den „Jetlag“, das Konditionstraining um 6 Uhr morgens und die Blasen an den schwitzenden Händen. Aber es war Weltmeisterschaft und eine Malserin war dabei – auch wenn das Damendoppel gegen die favorisierten Inderinnen mäßig verlief und verloren ging. 

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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