Melanie Schwarz ist wieder zurück

Publiziert in 2 / 2010 - Erschienen am 20. Januar 2010
Latsch – Ein weiterer internationaler Bewerb im Rennrodeln auf Naturbahn findet heuer auf der „Gumpfrei“-Bahn in Tarsch oberhalb von Latsch statt. Am 23. und 24. Jänner wird dort ein Weltcup-Rennen ausgetragen. Zwei Naturbahnrodler aus dem Vinschgau möchten sich die Chance, auf ihrer Heimbahn antreten zu können, nicht entgehen lassen. Es sind dies ­Andreas Castiglioni und ­Melanie Schwarz, beide Athleten des ASV Latsch Raiffeisen. Vor allem für Melanie Schwarz bedeutet es viel, sich im heurigen Winter mit den besten im Rennrodelsport messen zu können. In der vergangenen Saison war sie beim Weltcup-Auftakt in St. Sebastian in Österreich verunglückt und hatte sich Brüche an beiden Beinen zugezogen. Monatelang hatte sie sich nur im Rollstuhl und später mit Krücken fortbewegen können und auch danach war sie noch lange auf die ­Hilfe anderer angewiesen gewesen. Unterstützung war auch unerlässlich, dass Melanie Schwarz trotz ihrer schweren Verletzung auch weiterhin den Unterricht an der Sportoberschule in Mals besuchen konnte. Sie kam von Direktor Gustav Tschenett, Lehrpersonen, Mitschülern und Schuldienern. So konnte Melanie Schwarz im Juli die Sportoberschule erfolgreich abschließen. Nach Anweisung des Orthopäden Dr. Michael ­Raffl und von Physio­therapeuten führte Melanie Schwarz täglich Übungen durch, damit sie nach ihrer schweren Verletzung möglichst bald wieder auf die Beine kam. Dank ihres eisernen Willens gelang ihr das auch. So bestieg sie im Sommer den Gipfel des 3.200 Meter hohen Hasenöhrls. Danach begannen die Vorbereitungen für die heurige Saison, denn Melanie Schwarz wollte beim Rennrodeln wieder dabei sein. Zu viel bedeutet ihr dieser Sport. Mitte Dezember bestritt sie im Passeiertal ihr erstes Rennen mit einem vielversprechenden Ergebnis. Bei der Italienmeisterschaft in Laas belegte sie hinter Renate Gietl den ausgezeichneten zweiten Platz. Nun hofft sie auf einen Startplatz beim Weltcuprennen auf ihrer Heimbahn. Bei dieser Gelegenheit möchte Melanie Schwarz allen danken, die sie während ihrer Rehabilitation auf irgendeine Weise unterstützt haben. Allein die Sorge so vieler Menschen um ihre Gesundheit sei eine aufbauende Hilfe gewesen, betont sie. Ein besonderer Dank gilt ihrer Familie, allen Verwandten und Freunden sowie dem ASV Latsch Raiffeisen, Sektion Rodeln, mit Trainer Hannes Pichler.
Vinschger Sonderausgabe

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