Tolle Stimmung bei der Siegerehrung in Rosolina Mare
Das Reschenseelauf-Team belegte den 2. Platz (v.l.): Dunja Pitscheider, Hubert Theiner, Günther Niederfriniger, Annemarie Schöpf, Helmut Pazeller, Werner Rufinatscha, Maurizio Giusti, Rudi Hölbling, Gerlinde Baldauf, Anna Kerschbaumer und Konrad Schwalt.
Das Team Graun (v.l.): Thomas Oberhofer, Jonas Eberhart, Ivan Padöller (Fahrer), Ulrich Fritz, Theo Plangger (Fahrer), Martin Plangger, Nadine Oberhofer, Fabian Prieth, Heinrich Thöni, Fabian Baldauf, Thomas Plangger und Manuel Padöller.
Einige Stücke spielten die Musikkapelle Reschen und die Musikkapelle Rosolina gemeinsam.
Franz Prieth, Grauner Bürgermeister und Obmann der „Rescher Musi“, überreichte dem Bürgermeister von Rosolina Mare, Michele Grossato, drei eingerahmte Dachschindeln des alten Grauner Kirchturms.
Mit Lederhosen am Strand
Mit Lederhosen am Strand

Mit Lederhosen am Strand

Starke Vinschger Beteiligung an Staffellauf Resia-Rosolina Relay. 430 Laufkilometer von der Quelle der Etsch bis ans Meer. 

Publiziert in 17 / 2022 - Erschienen am 27. September 2022

Reschen/Rosolina - Die dritte Auflage des Staffellaufs von der Quelle der Etsch in Reschen bis zur Mündung ins adriatische Meer war einerseits ein sportliches Großereignis und brachte andererseits auch die Menschen einander näher, die am Anfang und am Ende des zweitlängsten Flusses Italiens leben. 25 Läuferteams brachen am 2. September bei der Etschquelle auf, um insgesamt rund 430 Kilometer zu bewältigen. Mit dem Team Graun und dem Reschenseelauf-Team gingen heuer gleich zwei 10-köpfige Gruppen mit Läuferinnen und Läufern aus dem Vinschgau an den Start. Legt man die Gesamtstrecke auf die Länge des klassischen Marathons um (42,195 Kilometer), so warteten von Reschen bis Rosolina Mare rund 10 Marathon-Strecken auf die Teams. Für die 10-köpfigen Gruppen hieß das, dass jede Läuferin und jeder Läufer einen Marathon zu bewältigen hatte, allerdings nicht in einem Zug, sondern in Etappen: während eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer lief, fuhren die restlichen in Sportbussen hinterher. Nach jeweils 10 Kilometern wurde gewechselt. Gelaufen wurde Tag und Nacht, zum Großteil auf Fahrradwegen entlang einer abwechslungsreichen und wunderschönen Strecke. Besonders stark ins Zeug gelegt hat sich das Reschenseelauf-Team. Es erreichte das Ziel nach 31 Stunden, 21 Minuten und 28 Sekunden und erkämpfte sich mit einem durchschnittlichen Lauftempo von 4.20 min/h den zweiten Gesamtrang. Das Team Graun kam mit einer Gesamtzeit von 33:46:36 auf den 3. Platz in der Kategorie Männer. Gewonnen hat den Staffellauf das Team „Senza Paura“ aus Rom (30:57:20). Entlang der letzten Etappen hatte das Reschenseelauf-Team vor allem gegen die Gruppe „Vicenza Marathon Uan“ zu kämpfen, die sich am Ende aber mit dem 3. Platz (31:22:55) begnügen musste. Zum Erfolg des Reschenseelauf-Teams beigetragen hat nicht zuletzt die Betreuerin Dunja Pitscheider, die der Gruppe rund um die Uhr mit ihren Navigations- und Motivationskünsten beistand und das Team außerdem bei Nacht mit dem Fahrrad begleitete. Der Großteil der heurigen Teams stammte aus Italien. Neben den zwei Vinschger Gruppen waren noch 4 weitere Teams aus Südtirol dabei. Aus Deutschland waren 2 Gruppen angereist.

In Lederhosen und Badeleibchen

Ein besonderes Flair machte sich bei der Siegerehrung und den weiteren Feierlichkeiten im Anschluss an den Zieleinlauf am 3. September in Rosolina Mare breit. Mit dazu beigetragen hat die Musikapelle Reschen, die vor begeistertem Publikum auftrat und einige Stücke zusammen mit der Musikkapelle von Rosolina spielte. „Es ist schon etwas Besonderes, in traditioneller Musiktracht am Meer aufzutreten“, resümiert Franz Prieth, der Obmann der „Rescher Musi“. In seiner Funktion als Bürgermeister überreichte er seinem Amtskollegen von Rosolina Mare, Michele Grossato, ein besonderes Geschenk: drei eingerahmte Dachschindeln, die sich von 1890 bis 2009 am Kirchturm von Altgraun befunden hatten. Mit dem Geschäftsführer der Ferienregion Reschenpass, Gerald Burger, stimmt der Grauner Bürgermeister darin überein, dass auch die heurige Ausgabe des Staffellaufes dazu beigetragen hat, die zwei Gemeinden mit ihren unterschiedlichen Kulturen und Traditionen einander näherzubringen. „Wir können in Rosolina für unsere Wintersaison Werbung machen und hier bei uns für den Badeurlaub in der Gemeinde an der Adria“, so Gerald Burger, der Hauptorganisator des Staffellaufs. Die Emotionen in Rosolina Mare beschränkten sich aber nicht nur auf den Sport - der letzte Läufer des Reschenseelauf-Teams, Maurizio Giusti, bekam vor dem Zieleinlauf den Schlafmangel zu spüren -, sondern auch sonst gab es jede Menge Höhepunkte, viel Spaß und besondere Erlebnisse und Eindrücke: mit Lederhosen und Badeleibchen am Strand, „cozze“ statt Knödel, Blas- und Dudelsackmusik (Rudi Hölbling) am Meer. Was die Gemeinden besonders verbindet, ist natürlich die Etsch. Laut Franz Prieth und Gerald Burger genießt die „Adige“ in Rosolina Mare und im gesamten Mündungsbereich eine sehr große Wertschätzung. Besonders nach den heurigen Hitze- und Trockenperioden wissen nicht nur die rund 6.000 Einwohner von Rosolina zu schätzen, was sie an der Lebensader Etsch haben. Eines steht jetzt schon fest: den Staffellauf wird es auch im nächsten Jahr geben und das Team Graun und das Rechenseelauf-Team werden nicht fehlen. 

Josef Laner
Josef Laner

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