Zufrieden (v.l.): Stefan Hütter, Marketingleiter der Alpin Arena Schnals, der siegreiche Andreas Reiterer und der Schnalser Bürgermeister Karl Josef Rainer
Brachte den Sieg für die „Vinschger Frauenpower“: Gerlinde Baldauf
Müde aber glücklich: Die siegreiche Stephanie Kröll
Peter Rainer, OK-Chef Ötzi Alpin Marathon

„Ötzi“ verneigt sich vor den Extremsportlern 

Der Ötzi Alpin Marathon begeistert seit rund 20 Jahren und war auch heuer ein Höhepunkt. 

Publiziert in 8 / 2022 - Erschienen am 27. April 2022

NATURNS/SCHNALS - Was vor rund 20 Jahren mit einer Idee begann, ist heute eine der wichtigsten Sportveranstaltungen in Südtirol. Als Extremsport-Triathlon erreichte der Ötzi Alpin Marathon weitum Bekanntschaft, auch über die Landesgrenzen hinaus. „Das Rennen hat einen sehr großen Stellenwert. Ich wollte es unbedingt einmal gewinnen“, betonte etwa auch Andreas Reiterer, der Sieger der diesjährigen Ötzi-Ausgabe. Er war einer von rund 150 Triathleten. „Vor allem bei den Einzelteilnehmern waren wir positiv überrascht. So viele hätten wir nicht erwartet. Zudem waren die Rennen hochkarätig besetzt. Es war wiederum ein großes Ereignis, alles funktionierte reibungslos. Ein Dank gilt den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, über 220 standen im Einsatz. Ohne sie wäre dies alles nicht möglich“, erklärte OK-Chef Peter Rainer. Der Schnalser hatte das Rennen als damaliger Büroleiter im Tourismusverein Schnals gemeinsam mit Ewald Brunner, dem damaligen Geschäftsführer des Naturnser Tourismusvereins ins Leben gerufen. Seitdem wird der Marathon unter der Schirmherrschaft des ASV Schnals organisiert. „Die Vorbereitungsphase für die Erstausgabe dauerte rund ein Jahr“, erinnert sich Rainer. Ein Beweggrund für einen derartigen Extremtriathlon, der eine Mountainbikestrecke, eine Laufstrecke und eine Skitourenstrecke – für gewöhnlich hinauf auf den Schnalser Gletscher – beinhaltet, sei es gewesen, „Ötzis Lebensraum zu inszenieren, nicht nur kulturell, sondern auch sportlich“, so Rainer. Die Veranstaltung ist seit jeher auch ein Paradebeispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Naturns und Schnals. 

Ziel auf Lazaun

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause konnte heuer am Samstag, 9. April, der 19. Ötzi Alpin Marathon regulär stattfinden, bei der Skitourenstrecke mussten aufgrund der widrigen Wetterbedingungen aber einige Anpassungen vorgenommen werden. Erst ging es für die Athleten über rund 25 Kilometer und 1743 Höhenmeter mit dem Mountainbike von Naturns bis nach Unser Frau in Schnals, dann wurde bis nach Kurzras gelaufen (10,6 Kilometer und 503 Höhenmeter), bevor sich die Sportler abschließend die Tourenskier anschnallten. Hierbei ging es diesmal aber nicht hinauf auf den Gletscher, sondern über rund 4 Kilometer und 430 Höhenmeter hinauf nach Lazaun (2400 Meter). „Auf dem Gletscher herrschten diesmal zu extreme Bedingungen, eisige Kälte und starker Wind machten ein Rennen nicht möglich. Daher entschieden wir uns bereits am Vorabend, die Strecke zu ändern“, erklärt Rainer. 

Ein Haflinger jubelt

Den Sieg bei den Einzelathleten holte sich diesmal der 29-jährige Haflinger Andreas Reiterer mit einer Zeit von 2:55.34 Stunden vor dem Grödner Georg Piazza (+2.36 Minuten) und dem Deutschen Andreas Crivellin (+4.45 Minuten). Den Triathlon der Frauen entschied die Nordtirolerin Stephanie Kröll in 3:38.14 vor der Osttirolerin Susanne Mair (3:43.28 Stunden) und der Deutschen Alexandra Altmann (3:47.29) für sich. Erstmals wurde bei der diesjährigen Ausgabe des Ötzi Alpin Marathons auch ein Duathlon ausgetragen. Hierbei galt es, die gleiche Strecke wie beim Triathlon zu bewältigen, aber ohne den Mountainbike-Teil. Die Siege dabei blieben in Südtirol. Bei den Herren siegte der Sarner Andreas Innerebner in 1:15.07 Stunden vor Lukas Mangger (Skialp Gossensaß) und Enrico Cozzini. Bei den Frauen siegte die Meranerin Andrea Schweigkofler. Sie war mit einer Zeit von 1:40.32 Stunden um rund vier Minuten schneller als Elisa Giordano aus Cuneo. 

Vinschger Frauen top

Bei den Dreierstaffeln setzten sich die Favoriten vom „Crazy Team“ mit Hans Peter Obwaller, Armin Larch und Philip Götsch in 2:30.48 durch. Bei den Frauen-Staffeln jubelten „die Stoabockingen“ mit Kathrin Oettl, Marianne Oettl und Evi Gudelius. Im Mixed-Staffelrennen holte sich die Formation von „Don‘t break your bones“ mit Dennis Pohl, Hauke Horstmann und Lena Brunkhorst den Sieg. Im Duathlon bei den Zweierteams ging der Sieg bei den Männern an die Italiener Nicola Pais und Gabriele Del Longo. In der Frauenstaffel setzte sich das Duo „Vinschger Frauenpower“ mit der Laaserin Petra Pircher als Läuferin und der Glurnserin Gerlinde Baldauf auf Tourenskiern durch. In der Mixed-Zweierstaffel ging der Sieg nach Osttirol und zwar an das „Rainer Bäck Raceteam Sillian“ mit Gerlinde und Peter Rainer. 

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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