Die Naturnser Einradfahrer bei der Unicon 20 in Grenoble
Weltmeisterlich: Valentina Gruber, Maya Hanifle, Greta Kofler, Anna-Maria Perkmann, Nadia Perkmann, Max Grüner und Leonie Mengon (v.l.)
Dreifachtriumph für Naturns im Cyclocross mit Nadia Perkmann, Anna-Maria Perkmann und Leonie Mengon (v.l.)
Maya Hanifle (rechts), Kat. 13-14, am Start zum „1 Fuß“ Bewerb, 1. Platz

Sie gehören zu den Besten der Welt

„Auf zur Weltmeisterschaft in Frankreich!“ war das Jahres-Motto der Sektion Einrad im ASSV Naturns.

Publiziert in 15 / 2022 - Erschienen am 30. August 2022

Grenoble (F)/Naturns - Mit 27 Rädern in zwei Kleinbussen, mit zwei Betreuerinnen, zwei Männern als „Mädchen für alles“ und mit Kira, einem klugen Jagdhundemischling, reisten sechs „Muni-Athletinnen“ und ein Athlet zur „Unicon 20“, zur Einrad-WM nach Grenoble. Die größte „Hochgebirgsstadt“ Europas – wie sie sich stolz nennt - war 1968 auch Olympiastadt. Damals war Einradfahren nur im Zirkus bekannt. Diesmal waren es aber 1.800 Einrad-Fahrerinnen und -Fahrer aus 40 Nationen, die die Stadt 11 Tage lang in Atem hielten. Lisi und Sepp Luner, Roland Mengon und Anita Preiss waren das Begleiter-Team aus Naturns, das viel Vorarbeit geleistet hatte. Nicht nur der Umfang des Gepäcks, auch die Anfahrt selbst und die Unterkunft-Suche wurden zur Nervensache. Zu bewältigen waren im Kessel der 150.000 Einwohnerstadt Grenoble vor allem die Schattentemperaturen um die 40°. Die größten Sorgen bereiteten aber die kurzen Erholungsphasen im gedrängten Wettkampfprogramm. Es standen 37 verschiedene Disziplinen zur Auswahl und die Vinschger aus dem Burggrafenamt waren nicht nach Südost-Frankreich gereist, um Urlaub zu machen, sondern, um möglichst viele Wettkämpfe zu bestreiten. Allein am Wettkampfprogramm von Valentina Gruber, 12, Greta Kofler, 18, Leonie Mengon, 18, Max Grüner, 14, Anna-Maria Perkmann, 21, Nadia Perkmann, 26, und Maya Hanifle, 13, kann man die körperlichen und mentalen Herausforderungen nachvollziehen, die sie auf sich nahmen. Vor allem Valentina, die jüngste, bewältigte ein Mammutprogramm, von dem sie auch nach einer Verletzung (Schnittwunde) nicht abwich. Sie stellte sich über 10 km, im Cross Country, im Downhill, über 100m auf der Bahn, über 50m mit einem Fuß, im Wheel Walk 30m (Fahren nur mit Abstoßen), im IUF Slalom (spez. Umfahren von Plastikegeln) und über 400m. Sie nahm mit Anna-Maria, Maya und Leonie an der ersten Naturnser 4x100m-Staffel teil und bestritt den Cyclocross (Hindernis-Parcour). Der Cross Country-Strecke hat sogar den beiden Routiniers in der Gruppe, Anna-Maria und Nadia Perkmann, Respekt eingeflößt. Sie erzählten von der „schwierigsten Strecke bei einer Weltmeisterschaft“, von unendlich langen 17 Kilometern, von den 870 Höhenmetern, den Downhill-(Abfahrts)Passagen, dass einem die Luft weg blieb, im Wechsel mit steilen Uphills (Aufstiegen). „Das Zeitlimit für die 1. Runde von 55 Minuten schafften nur fünf Frauen“, ergänzte Lisi Luner. Zwei davon waren Anna-Maria und Nadia Perkmann aus Naturns. Sie holten sich sensationell Gold und Silber und den Weltmeistertitel. Übertroffen – neudeutsch getoppt – wurde die Leistung vom Dreifachsieg der Perkmann-Schwestern zusammen mit Leonie Mengon im Cyclocross, der gespickt mit natürlichen und künstlichen Hindernissen über 1,34 km durch einen Park verlief. Der einzige Mann unter so vielen erfolgreichen Frauen war Max Grüner, der als 14-Jähriger im Cyclocross, Cross Country (2. Rang) und Mountain Climbing mit der Elite startete und sich in der Kategorie 0-14 je eine Goldmedaille im Downhill und Uphill holte. „Die erfolgreiche Zeit in Frankreich haben wir unseren Sponsoren Klein Kunst Hotel, Raiffeisenkasse Untervinschgau, Möbeltischlerei Haller Oswald, CUBE, Elektro Moser & Mengon, Isolteam, Kind Gustav, Marx KG, Obibau, SELGAS und trenkwalder&wieser KG zu verdanken“, erklärten Athleten und Betreuer.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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