Rund 600 Besucher erlebten durch theatralische Einlagen lebendige Schulgeschichte.

50 Jahre Realgymnasium: Damals wie heute

Publiziert in 35 / 2016 - Erschienen am 5. Oktober 2016
Die älteste Vinschger Oberschule feiert Geburtstag: 1966 wurde das wissenschaftliche Lyzeum Schlanders eröffnet, am Samstag wurde gefeiert. SCHLANDERS - Es war eine Art lebendige Schulgeschichte, was sich am vergangenen Samstag im Real- und Sprachengymnasium Schlanders abspielte. Anekdoten wurden erzählt, Erinnerungen ausgetauscht und manch freudiges Wiedersehen gefeiert. Ehemalige Schüler, Lehrpersonen, Direktoren und viele andere Protagonisten ließen 50 Jahre Realgymnasium Schlanders Revue passieren. Aktuelle Schüler und Lehrer hatten für einen würdigen Rahmen dieser „Geburtstagsfeier“ gesorgt. Alles begann am 1. Oktober 1966, einem Samstag, als das wissenschaftliche Lyzeum Schlanders als Sektion von Brixen seine Geburtsstunde feierte. 1972 wurde Schlanders eigenständig, 1989 wurde die neusprachliche Fachrichtung angegliedert. 2010 wurde das Real- und Sprachengymnasium mit der technologischen sowie der wirtschaftlichen Fachoberschule zusammengelegt, das Oberschulzentrum Schlanders (OSZ) entstand. Heute wird das Gymnasium von 225 Schülern besucht, aufgeteilt auf zwölf Klassen. Schuldirektorin Verena Rinner konnte bei den Feierlichkeiten zahlreiche bekannte Gesichter begrüßen. Und Protagonisten der vergangenen Jahrzehnte. Wie es zum Beisiel der aktuelle Schulleiter des ­Realgymnasiums, Martin Trafoier, einer ist. „Die Schule ist stets mit der Zeit gegangen. Und in meinen, nicht ganz objektiven Augen, ist es nun mal die beste Schule des Landes. Gewalt, Mobbing, Extremismus sind uns an dieser Schule fremd. Hier kann jeder der sein, der er ist“, geriet Trafoier ins Schwärmen. „Aufschwung für das ganze Tal“ So manch Vertreter aus der Politk outete sich als ehemaliger Schüler. „Auch ich bin hier zur Schule gegangen. Das Realgymnasium ist seit jeher etwas Besonderes und ich verbinde damit wertvolle Erinnerungen“, betonte der Schlanderser Bürgermeister Dieter Pinggera. Das Gymnasium habe damals einen wichtigen Grundstein für den Aufschwung des ganzen Tales mitgelegt. „Als Bürgermeister der Standort-Gemeinde bin ich stolz auf den guten Ruf, den sich die Schule in den vergangenen 50 Jahren erarbeiten konnte“, so Pinggera. Landesrat Richard Theiner stimmte dem zu und ergänzte: „Das Realgymnasium hat sich zu einem führenden Bildungsangebot entwickelt. Viele herausragende Personen haben zum Stellenwert dieser Schule beigetragen und auch gesellschaftspolitisch eine wichtige ­Rolle gespielt“. Bis heute besuchten 870 Buben und 616 Mädchen das wissenschaftliche Realgymnasium, 147 Buben und 602 Mädchen das Sprachengymnasium. „So sind die Jahre vergangen. Inzwischen sind es 50. Man mag kaum glauben, wie schnell die Zeit vergeht, aber was soll sie auch sonst machen“, betonte Josef Feichtinger, der 30 Jahre seines Lebens am Realgymnasium in Schlanders „gewerkelt“ hat. MICHAEL ANDRES
Michael Andres
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