Martina Rainer, Anna Alber, Sabine Flader, Katharina Gruber, Carsten Koßberg, Lena Ritsch, Alma Svaldi Köll, Wilfried Stimpfl, Brigitte Schönthaler, Sabine Paulmichl, Hans Tumler, Albert Platter (v.l.)

Ackerland in der Sahara

Publiziert in 26 / 2012 - Erschienen am 4. Juli 2012
Der große Pädagoge Johann Amos Comenius hätte seine Freude gehabt an den Auswirkungen des europäischen Comenius Projektes an der Mittelschule Laas. Laas - In der pfälzischen Verbandsgemeinde Eisenberg erwachte Klimafix nach 30 Jahren und hatte fürchterliche Albträume. In der ehemaligen Königsstadt Sutton Coldfield bei Birmingham rissen ihn Baulärm und Bohrgeräusche aus dem Tiefschlaf. In Zeulenroda-Triebes im Thüringischen Vogtland erschrak Klimafix, als er aufwachte und das Chaos sah. Katharina Gruber aus Eyrs ließ Klimafix in der Sahara erwachen, mitten in fruchtbarem Ackerland und zwischen gut getarnten Sonnenkollektoren. Neben Katherina hatte eine Jury Martin Tscholl und Anna Alber aus Eyrs, Dennis Stark aus Allitz, Lukas Plörer, Lena Ritsch und Valentina Kaserer aus Laas für ihre Kurzgeschichten prämiert. Ursprünglich lebte Klimafix an Schulen in Deutschland, England, Italien, Estland, Ungarn und ­Zypern als Leitfigur eines Comenius-Projektes zum lebenslangen Lernen mit dem Titel „Klima – global denken, lokal handeln“. Bereits in der Startphase mussten Zypern, Ungarn und Estland ausscheiden. An der Mittelschule Laas, der Realschule Plus in Eisenberg, der Staatlichen Realschule Triebes (Thüringen) und an der Fairfax School im englischen Coldfield aber lebte Klimafix im projektorientierten Unterricht weiter. Vom Klima in der eigenen Umgebung versuchten Lehrer und Schüler auf das Klimasystem der Erde zu schließen. Über das Verhalten jedes einzelnen Schülers wurden Möglichkeiten der Einflussnahme aufgezeigt. Jede Schule bastelte, forschte, analysierte und stellte die Ergebnisse den Partnerschulen vor. In Laas waren in 2 Jahren 8 Schulklassen beteiligt. An allen Schulen wurde an der Fortsetzungsgeschichte „Klimafix“ geschrieben, wurden Umwelttage abgehalten und im Sinne europäischer Integration Schülergruppen ausgetauscht. Laas stützte sich auf die Zusammenarbeit mit der Erlebnisschule Langtaufers, dem Nationalpark, der Gemeinde und der Fachschule für Steinbearbeitung. Zwischen dem ersten Planungstreffen im Oktober 2010 in Laas und der Reise der Mittelschuljugend nach Thüringen im Mai 2012 Jahres fanden eine Konferenz in Coldfield, zwei Treffen in Langtaufers und eine weitere Reise ins Rheinland statt. „Wir wollten unseren Schülern Grundlagen zum Verständnis des Klimasystems der Erde vermitteln und dabei den Einfluss der menschlichen Lebensweise deutlich machen“, sagte Direktorin Martina Rainer beim Abschluss im Josefshaus vor Juroren, Lehrern, Schülern, Eltern und der Schulreferentin Verena Tröger.  Günther Schöpf
Günther Schöpf
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Vinschger Sonderausgabe

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